Ellwangen: Am Eingang zur Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) steht ein Polizeifahrzeug. Zahlreiche Bewohner der LEA sind mit dem Coronavirus infiziert. Foto: picture alliance/dpa/Stefan Puchner

In Heidenheim haben sich 38 Bewohner eines Flüchtlingsheims mit dem Coronavirus angesteckt. Nun gilt eine eine Ausgangs- und Kontaktsperre. Außerdem wurde für die Flüchtlinge aus der Landeserstaufnahme in Ellwangen die Quarantäne verlängert.

Heidenheim - In Heidenheim haben sich 38 Bewohner eines Flüchtlingswohnheims mit dem Coronavirus angesteckt. Wie der Landkreis mitteilte, wurde am Mittwoch eine Ausgangs- und Kontaktsperre für die Einrichtung angeordnet. Die Polizei überwacht das Gelände. Den Angaben nach war am Montag zunächst ein Bewohner positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden und kam stationär in eine Klinik. Danach testete das Gesundheitsamt die anderen Bewohner und das Personal des Integrationszentrums. Derzeit leben darin rund 100 Geflüchtete.

Bei allen Bewohnern in Ellwangen wurde ein Abstrich gemacht

Für die Flüchtlinge aus der Landeserstaufnahme in Ellwangen ist währenddessen die Quarantäne bis zum 10. Mai verlängert worden. Bei drei Testdurchläufen wurden bislang 406 Bewohner und 32 Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet. Deshalb werde die seit 5. April bestehende und zunächst auf den 3. Mai befristete Ausgangs- und Kontaktsperre verlängert, teilten der Ostalbkreis und das Regierungspräsidium Stuttgart am Mittwoch mit. Als weitere Maßnahmen sollen demnach alle 240 bereits Anfang April positiv getesteten und nach der Quarantäne entlassenen Bewohner auf verbliebene Symptome untersucht werden. Symptomfreie Hilfesuchende sollen rasch in andere Unterkünfte verlegt werden.

Bei allen anderen Bewohnern werde ein Abstrich genommen. Menschen, die weiter positiv getestet sind, und neu hinzugekommene positiv Getestete und deren Kontaktpersonen werden in einem separaten gesicherten Bereich innerhalb der Aufnahmestelle untergebracht, wie die Behörden mitteilten. Die Verläufe der Erkrankungen seien mild. Ziel sei, die Kontakt- und Ausgangssperre für die Einrichtung mit derzeit rund 600 Bewohnern

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