„Wir dulden keinen rechtsfreien Räume“, erklärte Winfried Kretschmann zum Vorgehen in Ellwangen. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich nach dem Großeinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen hinter die Einsatzkräfte gestellt und seine volle Unterstützung ausgesprochen.

Heilbronn - Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fordert harte Konsequenzen nach den Vorfällen in der Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen. Der in der Nacht zum Montag erfolgte Übergriff von Asylbewerbern in der Landeserstaufnahmeeinrichtung gegen Polizisten, die einen Flüchtling zur Abschiebung mitnehmen wollten, sei in keiner Weise hinnehmbar, sagte Kretschmann „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ (Freitag). „Jeder Mensch muss sich in unserem Rechtsstaat an Recht und Gesetz halten. Wir dulden keine rechtsfreien Räume und dieser Angriff auf Polizisten muss geahndet werden.“

Kretschmann lobte den Großeinsatz der Polizei. Er sei demnach zur Ahndung der erfolgten Straftaten wie auch zur Prävention folgerichtig und finde seine volle Unterstützung. Asylbewerber hatten in der Nacht zum Montag in Ellwangen die Abschiebung eines Mannes aus dem westafrikanischen Kleinstaat Togo mit Gewalt verhindert. Die Polizisten brachen den Einsatz ab. Am Donnerstagmorgen wurden dann bei einem Großeinsatz der Polizei mehrere Männer in der Unterkunft in Gewahrsam genommen. Dabei wurde auch der gesuchte 23 Jahre alte Asylsuchende aus Togo gefunden und identifiziert.

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