Flüchtlinge in Chemnitz Syrischer Künstler: „Ich fühle mich wohl in Chemnitz“

Von reda 

Thaer Ayoub kommt aus Syrien und lebt in Chemnitz. Er ist Schriftsteller und Schauspieler. Die Bilder, die derzeit um die Welt gehen, zeigen nicht das Chemnitz, das er kenne, sagt er. Wir sind mit ihm durch die Stadt gelaufen und haben ihn nach seiner Perspektive gefragt.

Chemnitz - Thaer Ayoub floh vor vier Jahren aus Aleppo nach Deutschland. Heute lebt er in Chemnitz und bezeichnet sich als Chemnitzer. Als Schriftsteller und Schauspieler hat er den Krieg, seine Flucht und die Ankunft nur mit Hilfe der Kunst überlebt, sagt er. Sein erster Gedichtband „Katharina und Aleppo“ erschien im Dezember 2017. Chemnitz habe ihn gut aufgenommen.

Chemnitz in der Weltpresse

Innerhalb von einer Woche ist seine neue Heimat nun in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt. Im Anschluss an ein Stadtfest wurde der Chemnitzer Daniel H. bei einer Auseinandersetzung erstochen. Die Täter, mutmaßlich aus Syrien und dem Irak stammende Männer, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sein sollen. Ihre Identität wird weiterhin von den Behörden geprüft. Seitdem kommt Chemnitz nicht mehr zur Ruhe. Demonstrationen, Ausschreitungen auf der Straße. Debatten über rechte und linke Gewalt und über Migration werden verbissen geführt.

Bleiben oder gehen?

Auch über Geflüchtete wird in dem Zusammenhang viel gesprochen. Doch wie sehen sie selbst die Situation? Wie blicken sie auf ihre neue Heimat und was sagen sie zu den Bildern, die aktuell um die Welt gehen? Wir haben Thaer Ayoub durch Chemnitz begleitet und ihn nach seiner Perspektive gefragt.

Lesen Sie jetzt