Es geht voran bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Foto: dpa

Wie erfolgreich ist die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt? Im Großen und Ganzen gut. Das System der Arbeitshilfe für Geflüchtete festigt sich, meint unser Redakteur Mathias Bury.

Stuttgart - Ob man etwas als gut oder schlecht, als ausreichend oder als mangelhaft bewertet, hängt oft ab von den Erwartungen, mit denen man eine Sache angeht. Das gilt besonders bei dem noch immer heiß diskutierten Thema Zuwanderung. Wie also sind die erreichten Integrationsquoten von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zu bewerten? Im Großen und Ganzen als gut, kann man mit Blick auf bundesweite Werte sagen. Immerhin liegt die Vermittlung von Geflüchteten in Arbeit schon nah an der allgemeinen Integrationsquote im Jobcenter. Nur ist die manchen auch seit Langem viel zu gering.

Auf jeden Fall lässt sich sagen: Es tut sich was, es geht voran. Das System der Arbeitshilfe für Geflüchtete festigt sich, nicht zuletzt dank der sinkenden Neuzugänge. Inzwischen sind bekanntlich auch drei Jahre vergangen, seit der starke Zustrom im Herbst 2015 begann. Viele der Flüchtlinge und Asylsuchenden haben Integrations- und Deutschkurse durchlaufen und machen die ersten Gehversuche auf dem Arbeitsmarkt. Das ist erfreulich, aber nicht einfach. Nimmt man eine bekannte Studie zum Maßstab, wonach jeder zweite erwerbsfähige Geflüchtete nach fünf Jahren Arbeit haben wird, bleibt noch immer einiges zu tun.

Aller Voraussicht nach wird die Erwerbslosenquote unter den Geflüchteten zunächst auch noch steigen, wenn noch mehr Menschen ihre Kurse und Fördermaßnahmen absolviert haben und aus der Unterbeschäftigung auf den Markt kommen. Und wie das Beispiel der Berufsschulen zeigt, wird man in den kommenden Jahren noch öfter nachsteuern müssen, damit der Prozess der Integration in der notwendigen Breite gelingt.

mathias.bury@stzn.de

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