Ballettpaare, die nicht zusammenfinden, macht der Künstler Florian Mehnert zum Symbol für die Distanz, zu der die Coronapandemie alle zwingt. Hyo-Jung Kang und Adhonay Soares da Silva steigen als Romeo und Julia für Mehnerts Fotoprojekt „Social Distance Tracks“ in die transparenten Bälle. Foto: Florian Mehnert

Florian Mehnert packt Tänzer des Stuttgarter Balletts in riesige Plastikbälle. Drei Solistenpaare geben seinem Corona-Kunstprojekt „Social Distance Stacks“ eine neue, sehr emotionale Ebene.

Stuttgart - Es ist zum Weinen. Eigentlich hätte das Stuttgarter Ballett gerade allen Grund, mit seinem Publikum zu feiern: Vor 60 Jahren legte sein erster Direktor John Cranko den Grundstein zu einem Erfolg, der bis heute immer auch von der Leidenschaft der heimischen Zuschauer befeuert wird. Doch in der Coronapandemie gilt für den Tanz und seine Liebhaber, was für die Liebenden in den großen Stuttgarter Handlungsballetten, sei es Romeo und Julia, Odette und Prinz Siegfried, Marguerite und Armand, Tatjana und Onegin, schon immer bittere Bühnenwirklichkeit war: Sie kommen nicht zusammen.

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