Flickr-Nutzer sollten schnell handeln, um ihre Bilder noch zu retten. Foto: Tanja Cappell/Flickr

Flickr verabschiedet sich von seinem freien Foto-Limit. Am Dienstag haben Nutzer die letzte Chance ihre Bilder zu retten.

Stuttgart - Inhaber eines kostenlosen Flickr-Accounts haben am Dienstag, 5. Februar 2019, die letzte Möglichkeit ihre Bilder zu retten. Massenweise Nutzerbilder werden jetzt von dem Dienst entfernt.

Grund dafür ist ein Bilderlimit, dass Flickr ab sofort einführt. Maximal 1000 Bilder oder Videos dürfen Nutzer mit einem kostenlosen Account jetzt noch auf dem Foto-Dienst abspeichern. Über hundert Millionen Internetnutzer haben einen Account bei dem Onlinedienst Flickr. Betroffen unter dem neuen Bilderlimit seien laut Flickr jedoch nur drei Prozent der Nutzer mit einem Gratis-Account. Flickr kündigte an, zunächst die ältesten Fotos und Videos der Nutzer zu löschen.

Anfang der 2000er war Flickr eine der beliebtesten Fotoplattformen im Netz. Nutzer können dort ihre hochgeladenen Bilder und Videos, wie in einer Online-Community, anderen präsentieren. Seit 2013 stellte Flickr jedem Nutzer ein Terabyte an Speichervolumen zur Verfügung – ausreichend für 250.000 bis 500.000 Bilder. Dadurch haben sich einige Fotos bei dem Dienst angesammelt. Diese Datenflut möchte Flickr nun reduzieren. Ein Grund für diese Entscheidung könnte die neue Zugehörigkeit zu SmugMug sein. Die kostenpflichtige Bilderplattform übernahm Flickr im April 2018 von Yahoo.

So können Flickr-Nutzer ihre Bilder und Videos retten

Um die Bilder und Videos vor der Vernichtung durch Flickr zu schützen, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Nutzer haben die Möglichkeit statt des kostenlosen Accounts in Zukunft dafür zu bezahlen. Dieser Pro-Account muss allerdings bis Dienstag abgeschlossen werden. Er kostet 49,99 Dollar im Jahr und beinhaltet neben unbegrenztem Speicherplatz auch Werbefreiheit.

Wer weiterhin kostenlos den Online-Dienst nutzen und keine Bilder verlieren möchte, sollte sich diese nun auf Flickr herunterladen. Dies funktioniert recht unkompliziert im eigenen Fotostream auf Flickr.

Wer jedoch neben den Bildern auch die Kommentare, GPS- und Metadaten der Fotos erhalten möchte, muss einen etwas umständlicheren Weg gehen. Mit einem Klick auf „Meine Flickr-Daten anfragen“ in den Einstellungen können sich Nutzer diese Daten auf ihre hinterlegte E-Mail-Adresse schicken lassen.

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