Der Filderboden gilt als besonders fruchtbar und ist darum kostbar. Foto: Sandra Hintermayr

Eine Fläche wertvoller Filderboden, so große wie zwei Fußballfelder, wird zum 31. Oktober frei und soll dann neu verpachtet werden. Wie ist es dazu gekommen?

Filder - Zuletzt ist es ruhig geworden um das Thema. Doch es ist noch nicht lange her, da hat eine Neuregelung bei der Stadt Stuttgart Aufsehen unter Landwirten auf den Fildern erregt. Die Stadt ließ vom Gemeinderat beschließen, dass Landwirten, deren Hofstelle nicht auf Stuttgarter Boden angemeldet ist, Pachtflächen auf der Filderebene gekündigt werden sollen. Die Flächen sollten – sofern es Bedarf gebe – an Stuttgarter Bauern auf den Fildern vergeben werden.

Der Beschluss führte zu heftigen Diskussionen

Der Beschluss, der Ende 2018 gefallen ist, hatte vor allem in Birkach und Plieningen heftige Diskussionen zur Folge. Die Regelung sollte nämlich einen Bauern treffen, der zwei Hofstellen betreibt: eine in Birkach und eine in Filderstadt. Die Stadt Stuttgart plante, ihm zu kündigen, er wehrte sich allerdings. Sehr zum Missfallen des Plieninger Obmanns der Landwirte, der nach eigenen Angaben für mehrere Bauern sprach. Die Wende: Die Birkacher Hofstelle ist von der Stadt Stuttgart anerkannt worden.

Trotzdem ist fünf Landwirten, die Felder in Plieningen bewirtschaften, eine Kündigung ins Haus geflattert. Zum 31. Oktober wird die Fläche frei. Laut Christian Ammon vom zuständigen Referat bei der Stadt Stuttgart entspricht dies einer Fläche von 1,14 Hektar, das sind knapp zwei Fußballfelder. „Die Neuverpachtung wird dann ab November nach den üblichen Kriterien erfolgen“, sagt er.

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