Am Max-Eyth-See in Stuttgart waren zahlreiche Fische umgekommen. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Maßnahmen der vergangenen Tage und das kühlere Wetter scheinen zu greifen: Am Max-Eyth-See steige die Sauerstoffkonzentration wieder, erklärte die Stadt.

Stuttgart - Aufatmen am Max-Eyth-See – im wahrsten Sinne des Wortes: Wie die Stadt Stuttgart am Wochenende mitteilte, scheint das Fischsterben in dem See vorerst gestoppt. „Wir haben das Tal ganz offensichtlich durchschritten. Sowohl an der Wasseroberfläche als auch auf dem Seegrund sind die Sauerstoffwerte erheblich gestiegen“, erklärte Alexander Gass vom städtischen Tiefbauamt. Am Samstagmorgen hatte die Stadt erneut den Sauerstoffgehalt des Wassers messen lassen. Die Werte seien da schon deutlich besser gewesen: „Zum Teil hat sich der Sauerstoffgehalt innerhalb der letzten 24 Stunden mehr als verdoppelt“, sagte Gass.

Nach anderthalb Tagen hat das Einpumpen von Neckarwasser in den See also Wirkung gezeigt. Die deutlich kühleren Temperaturen tun ihr Übriges. Die Sauerstoffkonzentration war in den vergangenen Wochen durch das warme Wetter soweit gesunken, dass Schätzungen zufolge die Hälfte des Fischbestands starb. Um die verbliebenen Tiere am Leben zu halten, hatte die Feuerwehr rund 10.000 Liter Wasser pro Minute umgewälzt.

Warmes Wetter könnte den See gefährden

THW und Feuerwehr sind am Sonntag abgerückt, da ein stabiler Wert von sieben Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser gemessen wurde. Hans-Hermann Schock, Vorsitzender des Württembergischen Anglervereins, hofft, dass sich die Lage weiter entspannt. „Diese Woche werden weitere Messungen durchgeführt und tote Fische abgesammelt“, so Schock. Sollte das Wetter allerdings wieder wärmer werden, befürchtet Schock, dass es nicht mehr reichen wird, den See mit Frischwasser zu versorgen und das Wasser umzuwälzen.

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