Gemüse statt Fleisch: In Finnland sollen Soldaten künftig ein Mal pro Woche vegetarisch essen (Symbolbild). Foto: dpa

In Finnland ist ein Streit über den Speiseplan der Soldaten ausgebrochen. So sollen diese künftig ein Mal pro Woche vegetarisch essen. Verteidigungsminister Jussi Niinistö will dies jedoch verhindern.

Helsinki - In der finnischen Armee soll ab Herbst einmal die Woche vegetarisch gegessen werden. Das sei gesünder und klimaverträglicher, argumentieren die Streitkräfte dem finnischen Rundfunk Yle zufolge. Doch dabei haben sie die Rechnung ohne ihren Chef gemacht. Verteidigungsminister Jussi Niinistö kritisierte am Freitag in einem Zeitungskommentar: „Einem alten Sprichwort zufolge marschiert eine Armee mit dem Bauch. Keine Armee kämpft mit der Kraft von Linsensuppe und Blumenkohl-Smoothie.“

Pizzeria statt Kantine?

Er wolle die Sache untersuchen lassen. „Es ist in Ordnung für mich, wenn die Armee Spinatsuppe und Eier serviert, aber es ist nicht in Ordnung, wenn jeder gezwungen ist, dasselbe zu essen“, sagte Niinistö. Er fürchtet, dass die Soldaten ihr Tagesgeld in der Pizzeria ausgeben, statt in der Kaserne zu essen.

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