Traumhafte Schlosskulisse und ein ausverkaufter Ehrenhof bei Lionel Richie am Sonntagabend zum Abschluss der 31. Jazz Open. Foto: ubo

So vielfältig und grenzenlos waren die Jazz Open noch nie: Lionel Richie krönt am Sonntagabend ein Rekordfestival. Mit 64 000 Besuchern liegt die Auslastung bei 98 Prozent.

Die 31. Jazz Open waren reich an Höhepunkten – doch Lionel Richie gelingt es am Sonntagabend, das Schöne noch weiter zu steigern: Der US-Star bringt mit einer Show der großen Gefühle sein Publikum zum Mitsingen, zum Tanzen, zum Träumen – was für ein furioses Finale nach zwölf Tagen!

 

Das tobende Publikum ist im Glück – und die Veranstalter sind es ebenso. Denn das Festival, das über Genres, Generationen und Grenzen hinweg fasziniert, endet mit einem Rekord. Mit etwa 64.000 Besucherinnen und Besucher, so teilt die Opus GmbH mit, konnte eine Bühnenauslastung von 98 Prozent erreicht werden. Zusätzlich kamen etwa 10.000 Musikfans zu den kostenfreien Open Stages. Ein Sommermärchen bei bestem Wetter hat die Stadt verzaubert.

Unter den Besuchern ist VfB-Trainer Sebastian Hoeneß

„Bei Lionel Richie fühlt man sich wie ein Teenie und flippt völlig aus“, schwärmt der Stuttgarter Gastronom David Blanco del Rio. „Auf dem Schlossplatz erlebt man bei den Jazz Open die Künstler so nah und intensiv“, sagt die Verlegerin Karin Endress, „dass es künftig schwer fällt, ein Konzert in der Schleyerhalle zu besuchen – eine Atmosphäre wie bei den Jazz Open ist nun mal einmalig.“ Unter den begeisterten Gästen beim Finale sind auch VfB-Trainer Sebastian Hoeneß und Sandra Gräfin Bernadotte von der Insel Mainau.

Blick von der Buisness-Tribüne auf die Schlosskulisse. Foto: ubo

Über 70 Konzerte auf elf Bühnen

Inklusive der Club-Shows präsentierten die Jazz Open an zwölf Tagen mehr als 70 Konzerte auf elf Bühnen und boten ein breites musikalisches Spektrum. Zu den Höhepunkten zählten im Alten Schloss die Auftritte der Londoner Band Ezra Collective, von Herbie Hancock und Gregory Porter. Auf der Hauptbühne am Schlossplatz sorgten besonders die Auftritte des britischen Jungstars Raye, von Bluesrock-Gitarrist Joe Bonamassa, Elektro-Legende Jean-Michel Jarre, Zucchero und Lionel Richie für große Begeisterung.

Arte Concerts haben die Abende mit Ezra Collective und Jesus Molina sowie Marcus Miller aufgezeichnet. Ein Kamerateam der ARD hat das Konzert von Raye und Jacob Collier für die Mediathek produziert. Zu sehen sind die Shows von Anfang September an.

Auf dem Erfolg ruhen sich die Veranstalter nicht aus, Die Vorbereitungen für das kommende Jahr mit erstmals zwei Festivals laufen bereits auf Hochtouren. Die Jazz Open finden vom 1. Juli bis zum 12. Juli in Stuttgart statt, das Pendant im italienischen Modena beginnt direkt im Anschluss am 13. Juli und dauert bis zum 18. Juli. „Wir freuen uns sehr auf die Premiere unseres Festival-Doubles“, sagt Promoter, „und wollen mit der Marke Jazz Open die 100.000-Besucher-Marke knacken.“ Die Headliner beider Festivals werden Anfang November bekannt gegeben.