Unser Videoprojekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“ wagt sich an einen heiklen Filmbestand. Die Stadtarchiv-Leiterin erklärt, warum ihn trotzdem jeder Stuttgarter kennen sollte. Jetzt Video anschauen.
Im Stuttgarter Stadtarchiv lagert ein einmaliger Videobestand: die „Kriegsfilmchronik“, fast 60 Filme aus Stuttgart im Zweiten Weltkrieg. Die Bilder wirken dokumentarisch, aber sie zeigen vieles nicht und verfälschen manche Aspekte des Alltags in dieser Zeit.
Wir verwerten sie im Gemeinschaftsprojekt mit dem Stadtarchiv, „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“. Sie werden damit erstmals überhaupt veröffentlicht.
„Die Bilder sind Teil der vom NS-Regime monopolisierten Bildproduktion“, sagt die Stadtarchiv-Leiterin Katharina Ernst. Stattdessen: „Beschönigung, Auslassung, Verschweigen.“ Die Bilder „zeigen wenig von der Realität des Krieges und nichts von der Brutalität der Ausgrenzung und Verfolgung derjenigen Menschen, die von den Nationalsozialisten nicht zur sogenannten Volksgemeinschaft gerechnet wurden“.
Wie Sie die weiteren Videos sehen können
Man werde als Betrachter auch 80 Jahre nach ihrem Entstehen leicht von den Bildern manipuliert, wenn man sie ohne Kontext betrachte, „gewissermaßen ohne historischen Faktencheck“, so Ernst. Beispiele dafür führt sie im Video an.
Das Video ist Teil unseres Videoprojekts „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“. Von Mitte März bis Anfang Juni veröffentlichen wir jede Woche ein Video aus der „Kriegsfilmchronik“.
Themen, die in dieser Serie unter anderem bearbeitet werden:
- Marienplatz
- Judenladen
- Deportation
- Kinder: Erziehung und Ermordung –
- Mangelwirtschaft
- Luftschutz
- Fliegerschäden und viele Weitere
Dieser Filmbestand ist bislang nicht veröffentlicht worden und die Videos sind exklusiv den Abonnentinnen und Abonnenten unserer Zeitung zugänglich.
Zum Projekt „Stuttgart im Zweiten Weltkrieg“
Veranstaltungen
Wir zeigen bislang nie gesehene Eindrücke von der Stadt. Darüber lohnt es sich zu sprechen. Wie Sie bei den insgesamt vier Veranstaltungen zur Serie dabei sein können, lesen Sie hier.
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