Die Filmakademie Baden-Württemberg geht beim Filmfestival Max Ophüls Preis mit mehreren Produktionen an den Start. Zudem sind zahlreiche Filme von Ehemaligen zu sehen.
Die Filmakademie Baden-Württemberg (FABW) in Ludwigsburg beteiligt sich mit vier Beiträgen in den Wettbewerben sowie weiteren Produktionen in den Programmreihen beim Filmfestival Max Ophüls Preis. Das Traditionsfestival in Saarbrücken gilt als eines der wichtigsten Schaufenster für den jungen deutschsprachigen Film.
Alternder Supermarkt im Wandel
Im Wettbewerb „Dokumentarfilm“ konkurrieren zehn Filme um drei Preise, darunter der mit 7500 Euro dotierte Hauptpreis. Für die Filmakademie tritt Regisseur Paul Sonntag mit „Nichts bleibt und nichts verschwindet“ an. Der Dokumentarfilm zeigt eine Straßenecke in Berlin-Moabit im Wandel: Aus einem alternden Supermarkt wird eine Baustelle und schließlich ein Neubau.
Im Wettbewerb der Kurzfilme sind drei Filme der FABW vertreten. Zum einen der Animationsfilm „Taut“ von Ilya Barrett, der von Stringo, einem verkümmerten Wellow, der sich nicht wie seine Herde verhält, erzählt. Im Film „The girl is taken away by aliens“ von Mu Wang stolpert eine 18-Jährige in der Nacht des Geisterfestes in eine surreale Begegnung mit fremden Wesen. „Non-Lieux“ von Adrian Sagolla, Marius Schwingel und Diana Westphal erzählt von Marianne und Charlotte, die getarnt als Kammerjägerinnen Aufträge übernehmen, bei denen offizielle Institutionen versagen.
Zahlreiche Alumni-Filme sind zu sehen
Der Alumni-Spielfilm „Wovon sollen wir träumen“ von Milena Aboyan und Constantin Hatz hat es zudem in den Wettbewerb der Spielfilme geschafft. Darüber hinaus ist die Filmakademie auch mit zahlreichen weiteren Alumni-Filmen prominent vertreten. Den Auftakt macht Joscha Bongard mit seinem aktuellen Diplomfilm „Babystar“, der in der Sektion „Watchlist“ herausragender deutschsprachiger Nachwuchsfilme gezeigt wird.
Zu den Höhepunkten zählt zudem der Eröffnungsfilm „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ von FABW-Alumnus Nicolas Steiner, der vom Leben in Einsamkeit, Alkoholismus und der Suche nach Hoffnung erzählt. Bereits 2015 war Steiner mit seinem vielfach ausgezeichneten Abschlussfilm „Above and below“ im Wettbewerb vertreten.
Das Atelier Ludwigsburg-Paris wird zudem wieder seine deutsch-französische Kurzfilmreihe vorstellen, die in Kooperation mit der Pariser Filmschule La Fémis, Arte und dem SWR entstanden ist. Dieses Mal lautet das Motto „Glück gehabt“.