Die Stars in Cannes: Charlize Theron und Sean Penn bei der "Mad Max"-Vorführung. Foto: dpa

"Mad Max: Fury Road" läuft bei den Filmfestspielen in Cannes außer Konkurrenz. Hollywood-Glamour erster Güte bringt Hauptdarstellerin Charlize Theron mit ihrem Lebensgefährten Sean Penn im Schlepptau.

Cannes - Charlize Theron hat zur Premiere des neuen „Mad Max“-Films beim Filmfest Cannes ihren Lebensgefährten Sean Penn mitgebracht. Die beiden Hollywoodschauspieler liefen am Donnerstagabend - oft händchenhaltend - gemeinsam über den roten Teppich. Theron (39) trug ein kanariengelbes Kleid mit langer Schleppe, Penn (54) einen schwarzen Anzug.

Theron spielt in „Mad Max: Fury Road“ an der Seite von Tom Hardy (37) eine Kriegerin auf Rachefeldzug. Der Film des Australiers George Miller (70) lief beim Festival außer Konkurrenz und startete am Donnerstag ebenfalls in deutschen Kinos.

Es gab Szenenapplaus

Das Spektakel riss das begeisterte Publikum sogar zu mehrfachem Szenenapplaus hin. Denn bei diesem apokalyptischen Inferno voller atemberaubender Stunts dürfen selbst Hardy und Theron nur wenige Momente durchatmen und werden im Actiongetöse körperlich extrem gefordert.

„Meine Welt besteht aus Blut und Feuer“, raunt Tom Hardy alias „Mad Max“ gleich zu Beginn aus dem Off - bevor Miller dann seine Tour de Force durch karge Wüste, imposante Schluchten, bedrohliche Sandstürme und Heere voller furchteinflößender Gegenspieler entfesselt. Und von denen gibt es genug, fliehen Furiosa (Theron) und Max doch vor dem unbarmherzigen Tyrannen Immortan Joe und dessen muskelbepackten Kriegern. Selten zuvor schien im großen Premierensaal in Cannes aus jedem Leinwandpixel ein solches Testosteron-Benzin-Gemisch nur so herauszufließen.

„Ich wollte es als eine lange Verfolgungsjagd anlegen“, erzählte Miller. Doch trotz der opulenten Optik voller schneller Schnitte und perfekt choreografierter Action kommen seine Hauptfiguren nicht zu kurz. Tom Hardy, der schon als Batmans Gegenspieler in „The Dark Knight Rises“ bewies, dass allein seine körperliche Präsenz ausreicht, um sich Respekt zu verschaffen, kämpft sich hier stoisch und glaubwürdig durch das Flammenmeer.

Was aber fast umso mehr überrascht, ist die Rolle der Frauen. Theron, mit fast kahl geschorenem Schädel und durchtrainiertem Körper kaum wiederzuerkennen, steht Max in keiner Szene nach. Und als dann zum Finale noch weitere Kriegerinnen dazustoßen, wird es ein von Frauen getriebener Rachefeldzug gegen die Übermacht der Männer.

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