Die schadhaften Dachbereiche einschließlich der Holzbinder an der Nordseite werden ersatzlos zurückgebaut. Sie sind konstruktiv entbehrlich. Foto: Caroline Holowiecki

Bereits im Jahr 2019 sind Fäulnisstellen am Dach des Erlebnisbades Fildorado festgestellt worden. Nun ist klar, wann die umfangreichen Sanierungsarbeiten beginnen. Wird es Beeinträchtigungen für die Badegäste geben?

Das Dach des Spaß- und Erlebnisbades Fildorado in Bonlanden muss im Jahr 2024 umfangreich saniert werden. Dass Bauarbeiten unausweichlich sind, steht schon seit einer Weile fest. Bereits im Frühjahr 2019 waren bei einem turnusgemäßen Check erhebliche Schäden an den Holzkonstruktionen entdeckt worden. Tatsächlich war an tragenden Balken der Dächer über dem Sport- und dem Erlebnisbad Fäulnis festgestellt worden, „die statische Auswirkungen hat“, wie der Oberbürgermeister Christoph Traub seinerzeit erläuterte.

 

Gefunden wurden die schadhaften Stellen jeweils an Auskragungen des Daches im Außenbereich des Bades, wo die sogenannten Holzleimbinder von innen heraus faulten. Hintergrund des Ganzen: eine Kondensatbildung in Folge von Wärmebrücken an Stahlschwertern. Das Dach – die Ursprungskonstruktion stammt von 1978 – wurde in den entsprechenden Bereichen abgestützt, um den Badebetrieb aufrechtzuerhalten.

Nun jedoch steht die Sanierung an. Mehrere Varianten wurden untersucht, entschieden hat man sich letztlich dafür, die schadhaften Dachbereiche einschließlich der Holzbinder an der Nordseite ersatzlos zurückzubauen. Sie seien konstruktiv entbehrlich, hat eine Prüfung ergeben. Das Ganze wird teuer. Die Filderstadtwerke als Eigentümer des Gebäudes gehen von Kosten in Höhe von gut 1,2 Millionen Euro netto aus. Der Filderstädter Gemeinderat hat das Geld in der jüngsten Sitzung freigegeben und den Grundsatz- und Baubeschluss für die Sanierung einstimmig gefasst.

Der Sanierungsstart wird für das zweite Halbjahr 2024 anvisiert. Als Bauzeit werden rund neun bis zehn Monate veranschlagt. Aufgrund der Gebäudekonzeption führen im gesamten Sport- und Erlebnisbadbereich viele Notausgänge direkt über die Fassade ins Freie. Für die geplanten Baumaßnahmen bedeutet dies, dass Fluchttunnel durch Gerüste und Schutzwände hergestellt werden müssen. Dennoch soll das Bad aber nutzbar bleiben, betont Felix Schneider, der Fildorado-Geschäftsführer: „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere der Aufbau der Gerüste, der Schutzwand und des Sicherheitstunnels, in der Revisionswoche 2024 umgesetzt und abgeschlossen werden können, sodass der Badebetrieb dann während der Sanierungsphase nur dadurch beeinträchtigt ist, dass die ohnehin wenig frequentierten Liegeflächen im Außenbereich des Erlebnis- und Sportbades nicht zur Verfügung stehen.“

Im Innenbereich entstehe nur eine geringe Beeinträchtigung durch die Schutzwand, die parallel zur Fassade aufgestellt werde. Alle Becken und Attraktionen stünden uneingeschränkt zur Verfügung.

Veränderungen bei den Stadtwerken

Geschäftsführer geht
Die Stadt Filderstadt verliert einen wichtigen Mitarbeiter. Jan Meier, der Geschäftsführer der Filderstadtwerke, geht nach neun Jahren auf der Position zum 31. Januar 2024. Das kommunale Tochterunternehmen ist in der Stadt neben Strom, Erdgas und Wasser für die Bereiche Glasfaser, Parken, E-Mobilität und eben auch Bäder zuständig. Nachbesetzt sei die Stelle noch nicht, das Bewerbungsverfahren laufe.