Tülay Schmid, Frau von Finanzminister Nils Schmid, tauft den Fildertunnel Foto: dpa

Mit interaktiver Grafik - Bei der Taufe des Fildertunnels hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn vor einem Baustopp bei Stuttgart 21 gewarnt. Man dürfe nicht zu einem Punkt kommen, an dem die Kostensteigerungen einen Baustopp erzwingen.

Stuttgart - Bei der Taufe des Fildertunnels hat Oberbürgermeister Fritz Kuhn vor einem Baustopp bei Stuttgart 21 gewarnt. Angesichts der Kostensteigerungen bei dem umstrittenen Bahnprojekt von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro appellierte er am Donnerstag an die Bahn und ans Land Baden-Württemberg, man dürfe sich nicht auf einen Punkt zubewegen, „an dem die Finanzierung nicht mehr geklärt ist“.

Für die Entwicklung des neuen Stadtquartiers auf einstigen Gleisflächen sagte Kuhn eine gute Bürgerbeteiligung zu. Auf diese Weise könne man „die Spaltung der Stadt“ überwinden, so das Stadtoberhaupt. Die Vergabe der Aufträge dürfe „keine ­Investorenentscheidung“ werden.

Bei seinem ersten Besuch eines S-21-Tunnelanstichs trug der projektkritische Kuhn auch einen ganzen Katalog an Forderungen an die Bahn vor. Die Bahn müsse während des Baus von Stuttgart 21 „systematisch die Belastung der Bevölkerung minimieren“. Nur so lasse sich für das Projekt Vertrauen gewinnen. Kuhn verlangte beim Brand- und Lärmschutz überzeugende Lösungen, hier liege „noch viel Arbeit vor uns“.

Bahn-Chef Rüdiger Grube räumte ein, man habe sich „nach schweren Stunden in den letzten Monaten positiv aufeinanderzubewegt“.

Tunnel

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