Eine KI hat den Filderstädter FDP-Landtagsabgeordneten Dennis Birnstock zum attraktivsten männlichen Landespolitiker Deutschlands gekürt. Nun zeigt sich: Als junger Bursche war er schon auf dem Laufsteg, im Fernsehen und in Katalogen zu sehen.
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Schönste im ganzen Land? Es ist der FDP-Landtagsabgeordnete Dennis Birnstock. Zumindest, wenn man einer KI glauben darf, die fürs Online-Dating-Vergleichsportal Bild-Dating die Mitglieder der deutschen Landesparlamente nach ihrer Attraktivität bewertet hat. In diesem Ranking hat der 34-Jährige aus Harthausen unter den beäugten Männern das beste Ergebnis geholt, nämlich 8,86 Punkte von möglichen zehn. Die attraktivste Frau ist demnach die Bremer CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Wiebke Winter.
Dennis Birnstock hatte ein paar Tage Zeit, „die Auszeichnung, für die ich nichts geleistet habe“, zu verdauen. Schmunzeln muss er immer noch. „Ich sehe es mit Humor“, sagt der Ex-Stadtrat, und ja, Aufmerksamkeit sei nie schlecht, insbesondere als Oppositionspolitiker, der auch 2026 wieder für den Wahlkreis Nürtingen in den Landtag einziehen will. Über Komplimente freue sich jeder, sagt er, gleichwohl betont der studierte Biotechnologe, „dass mein Anspruch an mich selbst als Politiker mehr ist, als nur nett zu lächeln“. Er werde lieber nach seinen Fähigkeiten und Inhalten beurteilt.
Model-Aufträge und Komparsenjobs
Dennoch: Gänzlich unbekannt ist Dennis Birnstock die Reduzierung auf sein Äußeres auch nicht. Er erzählt, dass er in jungen Jahren tatsächlich bei einer Castingagentur gelistet war und kleinere Model-Aufträge und auch Komparsenjobs bekam, etwa für „Soko Stuttgart“-Filmaufnahmen. Als Kind und als Jugendlicher habe er Fotos für Kataloge machen lassen, bei der Eröffnung der S-Bahn in Bernhausen sei er für ein Modehaus über den Laufsteg gelaufen. „Insofern haben es mir meine Eltern in die Wiege gelegt“, sagt er lachend. Und auch eine „gewisse Eitelkeit“ sei ihm nicht fremd.
Die Modelzeiten sind vorbei. Auf ein gepflegtes Äußeres lege er zwar als öffentliche Person nach wie vor Wert, fürs Fitnessstudio beispielsweise fehle ihm aber „leider“ mittlerweile die Zeit. Die KI hat er mit seinem Look dennoch überzeugt. Ein bisschen wird Dennis Birnstock seither auch aufgezogen, nie aber bösartig, wie er betont.
Bei einem Unternehmensbesuch etwa habe ihm die Geschäftsführerin Augenpads auf den Tisch gelegt, damit er „immer schön schön“ bleibe, aus dem Freundes- und Kollegenkreis habe er etliche Nachrichten mit Lach- und Zwinker-Smilies und Sprüche „auf eine nette, kollegiale Weise“ erhalten. Geärgert habe er sich darüber nicht, vielmehr habe er die Nachricht über die Beauty-Auszeichnung selbst über soziale Medien verbreitet und auch eine Pressemitteilung herausgegeben. Mehrere Zeitungen und ein Radiosender haben das Thema aufgegriffen. Auf die Reaktionen aus der FDP-Fraktion sei er auch gespannt, sagt er.
Ehefrau schenkt Anti-Aging-Creme
Seit 2020 ist Dennis Birnstock verheiratet. Die gemeinsame Tochter wird bald vier, das zweite Kind kommt im Sommer. Was sagt eigentlich Frau Birnstock zum Wirbel um ihren Mann? „Die fand es lustig, vielleicht war sie auch ein bisschen stolz“, sagt er. Immerhin scheint sie auch durchaus kritisch mit dem Äußeren ihres Angetrauten zu sein. Von ihr bekomme er nämlich immer wieder Anti-Aging-Creme gegen seine Falten ans Herz gelegt. „Wenn man meine Frau fragt, könnte ich sie öfter nehmen.“