Nach den Plänen der Bahn wäre 2022 in Echterdingen die Endstation der S-Bahn Foto: Thomas Krämer

Die CDU Filderstadt bittet die Landesregierung um Hilfe. Sie soll darauf einwirken, dass die von der Bahn beabsichtigte Sperrung der S-Bahnstrecke zwischen Echterdingen und Bernhausen unterbleibt.

Filderstadt - Nachdem bereits die SPD und die Freien Wähler ihren Widerstand gegen die mögliche Sperrung der S-Bahnstrecke zwischen Echterdingen und Bernhausen im Jahr 2022 angekündigt haben, legt jetzt die CDU Filderstadt nach. In einem Brief an die von Grünen und CDU geführte Landesregierung bitten CDU-Fraktion und -Partei darum, auf das Planfeststellungsverfahren zu Stuttgart 21 insoweit einzuwirken, dass es keine Sperrung der S-Bahnstrecke gibt.

„Schaden für den ÖPNV immens“

„Der hieraus resultierende Schaden für den ÖPNV sowie die verkehrliche Belastung des ohnehin schon überlasteten Filderraums wäre immens“, heißt es in dem Brief, den der Filderstädter CDU-Vorsitzende Wolfgang Pascher und Fraktionschef Willy Stoll unterschrieben haben. Viele Bürger seien auf dieses Verkehrsmittel jeden Tag angewiesen. Um die Fahrgäste mit einem Schienenersatzverkehr transportieren zu können, müssten nach ihren Berechnungen pro S-Bahn sechs Gelenkbusse eingesetzt werden. Dabei sei eine Andienung der Station am Flughafen noch nicht berücksichtigt.

„Autoverkehr nicht bewältigbar“

Durch eine Sperrung der Bahnstrecke würde sich nach Einschätzung von Pascher und Stoll außerdem der Autoverkehr auf Verkehrsflächen erhöhen, die dieses Aufkommen nicht bewältigen könnten. Für die Filderregion wären verlässliche und praktikable Planungsabsichten der Bahn für weitere Planungen, wie etwa die Erstellung des Flächennutzungsplans unabdingbar, heißt es in dem Brief.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: