Die Stadträte und Jugendräte tagten miteinander und fragten sich gegenseitig aus. Foto: Thomas Krämer

Jugendgemeinderäte haben bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Verwaltungsausschuss in Filderstadt Antworten auf ihre Fragen bekommen. Außerdem haben sie sich für einen eigenen Etat ausgesprochen.

Filderstadt - Die Wahlen zum Jugendgemeinderat stehen vor der Tür. Anfang Dezember ist es soweit. Die scheidenden Jugendräte nutzten deshalb bei ihrer letzten gemeinsamen Sitzung mit dem Verwaltungsausschuss die Chance, die Stadträte mit Fragen zu löchern.

Gleich zu Beginn der Sitzung gab Oberbürgermeister Christoph Traub mit den Worten „das fällt mir schwer“ die Sitzungsleitung ab. Dann stellten die Jugendräte ihre Fragen. Zuerst wollten sie wissen, wie die Fraktionen eine nachhaltige Mobilität schaffen wollen. In ihren Antworten nannten die Stadträte ganz verschiedene Aspekte. Dennis Birnstock (CDU/FDP) setzte auf eine Umfahrung von Sielmingen im Tunnel. Andrea Jelic (Grüne) erneuerte die Forderung nach Tempo 30 auf allen Ortsdurchfahrten. Walter Bauer (SPD) sprach sich für einen Kurzstrecken-Tarif für die Busse in Filderstadt aus und Stefan Hermann (FW) befürwortete eine Schienenverbindung in Richtung Tübingen.

Wie entsteht bezahlbarer Wohnraum?

Auf die Frage, wie bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen geschaffen werden kann, wurden ebenfalls unterschiedliche Antworten gegeben. Andrea Jelic verwies darauf, dass ihre Fraktion im Plattenhardter Weilerhau, dort wo die „Sprungbude“ entstehen soll, vergeblich Wohnraum für Leute mit wenig Geld gefordert habe. Stefan Hermann forderte wie seine Vorrednerin eine Wohnungsbaugesellschaft. Frank Schwemmle (SPD) wies darauf hin, dass das Bauen nur dann billiger werden könne, wenn die Stadt die Bauflächen vorher kaufe. Monika Strobel (CDU/FDP) gab zu bedenken, dass man bei jungen Menschen differenzieren müsse. Es gebe welche, die wohlhabend seien und andere, die alles zusammenkratzen müssten.

Nachdem noch weitere Fragen beantwortet waren, konnten die Stadträte ihrerseits Fragen stellen. Walter Bauer wollte wissen, was die Jugendräte von der geplanten „Sprungbude“ halten.

Fast alle Jugendlichen hatten davon noch nichts gehört. Nachdem erklärt worden war, dass es sich dabei um eine Halle für Trampolinspringer handle, sagte Jugendrätin Jil Huss: „Das ist eine coole Sache.“ Auch Jugendrätin Rahel Pfeffinger sagte, dass sie sich sehr darüber freue und dies eine gute Idee sei, Filderstadt attraktiver zu machen.

Lob für JGR-Beauftragte

Schließlich wollte Hermann von den Jugendlichen wissen, ob sie mit der Beratung und Begleitung durch die Stadtverwaltung zufrieden seien und ob der Jugendgemeinderat gern einen eigenen kleinen Etat hätte. Die JGR-Beauftragte der Stadt, Suyin Völlm übernehme sehr viel Arbeit, sagte Lucas Osterauer. Sie bereitet die Sitzungen vor und nach, organisiert die Treffen und Veranstaltungen und hilft den Jugendräten bei der Umsetzung ihrer Anliegen. „Sie macht etwa 30 Prozent der Arbeit“, meinte Osterauer und erntete den Widerspruch von Jil Huss. „Das ist viel mehr“, sagte sie und erklärte, dass ein Etat sinnvoll wäre, weil man dann Projekte wie den Skate-Park schneller hätte umsetzen können.

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