Bei der Preisverleihung (v. l.): Peter Ackermann, Jutta Baumann, Annette Meyer (Museum), OB Traub, Regierungspräsident Schmalzl, Christina Becker (Museum), die Bürgermeister Molt und Koch, Museumsleiter Back und Gunter Diabal (Arbeitskreis). Foto: Häusser

Das Filderstadt-Museum hat einen Preis vom Arbeitskreis Heimatpflege erhalten. Die städtische Einrichtung gehört damit wie die Museen in Waiblingen und Gerlingen zu den Auserwählten unter 30 Bewerbern.

Bonlanden - Die Freude war groß. Das Filderstadt-Museum in Bonlanden ist vom Arbeitskreis Heimatpflege als vorbildliches Heimatmuseum ausgezeichnet worden. Die beiden anderen Preisträger sind das Stadtmuseum Gerlingen und das Haus der Geschichte Waiblingen. Die drei Museen waren unter 30 Bewerbern ausgewählt worden.

Am Montag wurden die mit jeweils 2000 Euro dotierten Preise übergeben. Dazu waren neben den Filderstädtern auch Delegationen aus Waiblingen unter Führung von Oberbürgermeister Andreas Hesky und aus Gerlingen mit der Beigeordneten Martina Koch-Haßdenteufel an der Spitze in die Städtische Galerie nach Bonlanden gekommen.

Ehrenamtliches Engagement betont

Der stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Heimatpflege, Gunter Diabal, lobte die drei Museen für ihre zeitgemäße Präsentation der örtlichen Geschichte. Diese trage dazu bei, dass auch junge Menschen Interesse an der Heimat fänden. „Nur wer was kennt, kann es auch pflegen“, sagte er dazu. Ausschlaggebend für die Auszeichnung seien neben der lebendigen Darstellung und der Besucherfreundlichkeit das ehrenamtliche Engagement und die wahrheitsgetreue Geschichtsvermittlung gewesen. Regierungspräsident Johannes Schmalzl zeigte sich insbesondere vom ehrenamtlichen Engagement, das in den Museen steckt, beeindruckt. In Filderstadt gelinge es, alle fünf Stadtteile dort abzubilden „Es ist eine hohe Kunst, alle Stadtteile gleich zu behandeln“, sagte er. Oberbürgermeister Christoph Traub freute sich, dass Filderstadt zu den Preisträgern gehört. „Das passt gut zum Jubiläum 40 Jahre Filderstadt“, sagte er und lobte neben dem Museumsteam unter Leitung von Nikolas Back vor allem die Arbeit des ehrenamtlichen Geschichts- und Heimatvereins. Back war bereits zuvor von Gunter Diabal gelobt worden. Insbesondere im Hinblick auf die Präsentation der Ortsgeschichte profitiere das Museum sichtbar von seinem professionellen Leiter Nikolaus Back, sagte der stellvertretende Arbeitskreis-Vorsitzende. Die Gestaltung des Museums sei überaus ansprechend und weise neben den Exponaten eine zeitgemäße bildliche und textliche Darstellung auf. Diabal pries auch die von Schülern der Jahnschule besprochenen Audioguides, die Kindern die Ausstellungsstücke nahe bringen sollen.

Museum seit 2014 umgestaltet

Für den Filderstädter Preisträger ergriff Nikolaus Back das Wort. Er ging auf die Geschichte des im Jahr 1563 erbauten heutigen Filderstadt-Museums ein und erinnerte an dessen Gründer Gottlob Häußler. Mit der Neugestaltung des Museums, die 2014 abgeschlossen wurde, habe man Neues mit Altem verbunden, sagte er. Dies sei nun auf den verschiedenen Ebenen des früheren Bonländer Rathauses zu sehen. Back ging auch auf die besonderen Schwierigkeiten ein, die beim Umbau auftraten. „Eigentlich hätten wir das oberste Stockwerk wegen des Brandschutzes gar nicht mehr nutzen können.“ Dann habe man die begehbare Fläche reduziert und so das Problem gelöst.

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