In Corona-Zeiten wird offenbar mehr Altglas entsorgt. Doch gibt es deshalb auch mehr Beschwerden bei der Stadt? Foto: dpa/Marijan Murat

Wer neben einem Glascontainer wohnt, bei dem gehört Glasgeschepper zum Alltag. Nicht alle halten sich jedoch an die Einwurf-Zeiten. Wer erwischt wird, muss ein Bußgeld zahlen.

Filderstadt - Die Verantwortlichen stecken in einer Zwickmühle: Einerseits sollen die Altglascontainer in Wohngebieten stehen, damit die Bürger kurze Wege haben. Andrerseits werden die Anwohner durch die scheppernden Geräusche gestört, die beim Einwerfen der Flaschen und Gläser entstehen. „Deshalb gibt es immer wieder Beschwerden“, sagt Filderstadts Ordnungsamtsleiter Jan-Stefan Blessing. Er hält es für wichtig, dass der Weg zum Glascontainer möglichst kurz ist. „Wir wollen ja schließlich erreichen, dass möglichst viel recycelt wird.“ In Norddeutschland stünden die Container an Supermärkten. Er wisse nicht, ob das ideal sei. In Filderstadt habe man versucht, möglichst alle fünf Stadtteile flächendeckend mit den Glascontainern zu versorgen.

Bußgeld auch bei Verschmutzung

Leider gebe es immer wieder Leute, die sich nicht an die vorgegebenen Einwurfzeiten halten. „Die schmeißen abends oder an Sonn- und Feiertagen ihr Glas in die Behälter.“ Dabei sei dort deutlich sichtbar die Einwurfszeit (an Werktagen von 8 bis 20 Uhr) angebracht. Darauf hat die Stadt auch erst kürzlich wieder auf Facebook hingewiesen, weil es offenbar einigen nicht geläufig ist. Wer dagegen verstößt, läuft Gefahr, ein Bußgeld zu kassieren. Falls eine Anzeige eingehe und die Übeltäter erwischt würden, sei eine Strafe fällig, sagt der Ordnungsamtsleiter. Und auch für Verschmutzungen gebe es einen Bußgeldkatalog. Immer wieder komme es vor, dass Bürger ihren Hausmüll ebenfalls bei den Containern ablagern. Dann müsse das Entsorgungsunternehmen den Unrat beseitigen. Den Verdacht, dass die Beschwerden über ruhestörende Altglas-Entsorger in Zeiten von Corona zunehmen, kann Blessing nicht bestätigen. Man könne zwar davon ausgehen, dass jetzt in Kurzarbeitszeiten mehr Altglas entsorgt werde. Trotzdem nehme die Zahl der Beschwerden nicht außergewöhnlich zu.

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