Filderstadt Der große Wunsch ist ein Raum für die Kultur

Von Otto-H. Häusser 

Bei Lesungen in der Bücherei – wie hier mit OB Traub – müssen die Regale weichen. Foto: z
Bei Lesungen in der Bücherei – wie hier mit OB Traub – müssen die Regale weichen. Foto: z

Die Filderstädter Kultureinrichtungen hätten gern einen Veranstaltungsraum. Hintergrund ist, dass es bei Lesungen in der Stadtbücherei Platz- und Akustikprobleme gibt.

Bernhausen - Ein Veranstaltungsraum für die Filderstädter Kultureinrichtungen wäre sehr wünschenswert. Zu diesem Schluss kam jedenfalls die Leiterin des Amtes für Bildung, Kunst und Kultur, Claudia Vöhl, als am Montag die Geschäftsberichte von Volkshochschule, Kunstschule, Kunstbüro, Musikschule, Filderstadt-Museum und Stadtbibliothek im Bildungsausschuss diskutiert wurden.

Bücherei ist ungeeignet für Lesungen

„Wir alle könnten den Raum bespielen“, sagte die Amtsleiterin. Vor allem für die Bibliothek werde ein Veranstaltungsraum gebraucht. Die Bücherei an der Volmar­straße in Bernhausen habe sich als ziemlich ungeeignet für Veranstaltungen erwiesen, Man müsse immer wieder die Regale wegschieben. Es gebe außerdem störende Geräusche, wenn jemand über die Metalltreppe ins Obergeschoss der Bücherei gehe. „Das hätte man so nicht bauen dürfen“, sagte Vöhl. Die Leiterin der Bücherei, Petra Rösner, hatte in ihrem Rückblick auf 2016 unter anderem an Lesungen mit den Autoren Martin Walker und Wolfgang Schorlau, Ex-Daimler-Chef Edzard Reuter und Ex-Radiomoderator Stefan Siller erinnert.

Bereits zuvor hatte der SPD-Fraktionsvorsitzende Walter Bauer auf die beengte Situation bei Lesungen in der Bücherei hingewiesen. Die Akustik in dem hohen Raum sei außerdem sehr schlecht. „Wenn man da in den hinteren Reihen sitzt, versteht man nichts mehr“, sagte er.

Öffnungszeiten werden kritisiert

Von der Fraktionschefin der Grünen, Catherine Kalarrytou, wurde in der Sitzung kritisiert, dass die Öffnungszeiten der Bücherei nicht benutzerfreundlich seien. Zuvor hatte die Leiterin der Bibliothek, Petra Rösner, berichtet, dass sich an der Volmar­straße 16 immer öfter Lerngruppen treffen würden. Es gebe auch Besucher, die dort Hausaufgaben machen und sich gegenseitig dabei helfen.

Der Vorteil für die Nutzer sei, dass sie ihren Laptop mitbringen können und es einen WLAN-Anschluss gebe. Gerade für solche Leute sei es nicht hilfreich, wenn die Bibliothek über Mittag geschlossen werde, so Kalarrytou. Dienstags und donnerstags macht die Bücherei beispielsweise zwischen 14 und 15 Uhr die Türen dicht. „Das ist für eine Bibliothek, die im Zentrum liegt, nicht gut“, sagte Kalarrytou. Petra Rösner stimmte der Stadträtin zu. Man könne aber mit dem jetzigen Personal nicht länger als 28 Stunden in der Woche öffnen.

Lesen Sie jetzt