Bei der Kelter kann man regelmäßig sonntags einkehren. Foto: z

Bei der Kelter in Bonlanden und am Plattenhardter Uhlbergturm kommt man bisher mit Brunnen- und Regenwasser aus. Den Betreibern wäre aber geholfen, wenn sie ans Netz angeschlossen würden.

Filderstadt - Die beiden Orte sind sehr schön gelegen. Mitten in der Natur, am Waldrand, nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt. Hinzu kommt, dass man vom Uhlbergturm aus eine wunderbare Aussicht bis zur Alb hat. Zusammen mit der Kelter bildet er ein Ensemble, das bei einer Wander- oder Radtour auch für zwei Stopps prima geeignet ist.

Das liegt auch daran, dass vor Ort für hungrige Rastende etwas geboten wird. Am Uhlbergturm kann man vor allem gut Würstchen grillen. Die Kelter ist für Kaffee und Kuchen bekannt. So schön die Angebote für die Ausflügler sind, umso schwieriger ist es für die Albvereine von Plattenhardt und Bonlanden als Betreiber des Turms und der Kelter die Gäste zu bewirten.

„Wäre große Erleichterung“

Es fehlt nämlich wegen der exponierten Lage in der Natur eine Trinkwasserleitung. Beim Uhlbergturm gibt es lediglich Wasser für die WC-Anlage, das bei Regen in einer Zisterne gesammelt wird. Das Wasser für Kaffee, Tee oder fürs Spülen muss herangekarrt werden. „Wir fahren mit dem Auto jedes Mal rund 70 Liter Wasser raus“, sagt Caroline Wörner, die den Kiosk am Turm betreibt. Sie ist an den Wochenenden vor Ort, um Getränke und Würstchen zu verkaufen. Von Mai bis Juli öffnet sie auch freitags. Ihr würde es die Arbeit erleichtern wenn es fließend Wasser gäbe.

Dies würde im Fall der Kelter auch dem Albverein Bonlanden gefallen, der dort immer wieder sonntags für eine Bewirtung sorgt. Etwa 25 Mal pro Jahr wird dort bewirtet. „Wir haben zwar Wasser“, sagt Dietmar Weinmann, einer der beiden Vorsitzenden. „Das kommt jedoch aus einem Brunnen.“ Der stamme aus dem Jahr 1975 . Es könne deshalb sein, dass man bald in die Sanierung Geld stecken müsse. Hinzu komme, das im Wasser auch Spuren von Uran nachgewiesen werden. „Noch halten wir die Trinkwasserverordnung ein“, sagt Weinmann. Sobald diese jedoch verschärft werden, könne dies das Aus für das Brunnenwasser bedeuten. Eine Wasserleitung würde deshalb dem Verein mehr Sicherheit bieten, sagt Weinmann.

Bau einer Wasserleitung ist nicht geplant

Der Bau der Wasserleitung wurde jüngst von dem Stadtrat Richard Briem (Freie Wähler) im Technischen Ausschuss von Filderstadt thematisiert. Er regte an, die Leitung im Zuge der anstehenden Sanierung des Mittleren Kelterwegs zu verlegen. Dieser Weg, der vom Schützenhaus Bonlanden in die Richtung der Ausflugsziele führt, soll für 210 000 Euro demnächst erneuert werden.

Der Bau einer Wasserleitung ist in diesem Zusammenhang jedoch nicht vorgesehen. „Das wäre nicht sinnvoll“, sagt Oberbürgermeister Christoph Traub auf Anfrage. Für die Kelter sei man dann unnötig weit oben, für den Uhlbergturm reiche die Höhe dagegen nicht. „Außerdem müsste die Leitung durch die Schrebergärten gelegt werden“, sagt der OB, der den Wunsch nach einer Wasserleitung bereits aus der Bürgersprechstunde kennt. Bei der Gemeinderatssitzung am 8. April sollen verschiedene Möglichkeiten zur Wasserversorgung von Turm und Kelter vorgestellt werden.

Bewirtschaftung am 31. März

Die Kelter am Ende des Bombachtals wird am Sonntag, 31. März, von den Freien Wählern bewirtschaftet. Von 10.30 Uhr an gibt es Maultaschen mit Kartoffelsalat, nachmittags werden Kuchen und Kaffee angeboten.

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