Im Zweifel kann der Corona-Abstrich direkt vor Ort gemacht und dann ins Labor gegeben werden. Foto: dpa/Oliver Berg

In einer Einrichtung in Filderstadt-Bonlanden sind vier von sechs Wohngruppen in Quarantäne. Die Stadtverwaltung setzt auf Aufklärung – und weitet den Objektschutz aus.

Bonlanden - Vor wenigen Tagen ist ein Bewohner in einer städtischen Gemeinschaftsunterkunft in Filderstadt-Bonlanden positiv auf das Virus Covid-19 getestet worden. Das hat die Filderstädter Verwaltung am Freitagvormittag öffentlich gemacht. Der Betroffene und zwei Kontaktpersonen seien unverzüglich aus der Unterkunft an der Humboldtstraße in eine für diesen Fall vorgehaltene Wohnung gebracht worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Zwischenzeitlich hätten sich jedoch weitere Personen in der Unterkunft mit dem Virus angesteckt, sodass die Stadt in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt nun vier von sechs Wohngruppen in der Unterkunft selbst unter Quarantäne gestellt hat.

Die Stadt setzt in solchen Fällen auf ein zweistufiges Vorgehen. Bei einzelnen Infektionsfällen ziehen die betroffenen Bewohner zeitnah um in Quarantäne-Wohnungen, um weitere Ansteckungen in der Unterkunft selbst zu verhindern. Kommt es zu einer Häufung von Infektionen in einer Einrichtung, werden die Wohngruppen unter Quarantäne gestellt, und es folgt eine umfassende Begleitung. Genau das ist nun im Fall der Unterkunft an der Humboldtstraße geschehen.

Die Bewohner sollen nicht mehr selbst zum Einkaufen

Die Verwaltung erklärt weiter, dass die Bewohner in der derzeit nicht voll besetzten Anschlussunterkunft auf dem Festplatz sehr ausführlich und in mehreren Sprachen über die aktuelle Situation sowie die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie informiert worden seien. Sie seien angehalten, das Gebäude nicht zu verlassen. Die Lebensmittelversorgung erfolgt nun über das Netzwerk #filderstadthilft, sodass selbst keine Einkäufe erledigt werden müssen.

Bei der Fieberkontrolle habe das örtliche Deutsche Rote Kreuz seine Unterstützung angeboten. Das DRK-Fachpersonal sei ab sofort täglich vor Ort und verschafft sich einen Überblick über den allgemeinen Gesundheitszustand der Männer. Es könne bei Bedarf jederzeit einen ärztlichen Notdienst hinzuziehen, der dann auch in der Lage sei, Corona-Abstriche vor Ort zu machen. So müsste niemand dafür die Einrichtung verlassen und extra ein Testzentrum aufsuchen.

Darüber hinaus habe die Stadt die Bewachungs- und Objektschutzleistungen während der Quarantänezeit vorübergehend ausgeweitet, heißt es in der Pressemitteilung.

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