Der Gehweg ist durch Abbrüche von tiefen Senken durchzogen. Foto: Sebastian Ostendorf

Anwohner sind über den schlechten Zustand des Gehwegs über die Körsch an der Filderhauptstraße in Plieningen verärgert. Der Weg bricht an den Rändern ab und hat tiefe Löcher. Die Stadt möchte erst nächstes Jahr etwas tun.

Plieningen - Der Gehweg entlang der Filderhauptstraße über die Körsch ist alles andere als sicher. Er ist viel zu schmal. Lastwagen und Busse brausen ganz nah an den Fußgängern vorbei. Das dichte Gebüsch drängt die Fußgänger und Fahrradfahrer ab. Zu allem Überfluss bröckelt der Teer. Senken und Brüche im Gehweg machen ihn zum Hindernislauf. „Der Zustand dauert nun schon seit Jahren an, ohne dass etwas passiert“, beschwert sich der Anwohner Jürgen Barth. Das städtische Tiefbauamt will den Fußweg im nächsten Jahr ausbessern lassen.

Der betroffene Abschnitt der Filderhauptstraße liegt zwi­schen dem Gelände der einstigen Kneipe Vertiko und der Einmündung zur Echterdinger Straße. Die Straße führt dort in einer schwer einzusehenden Kurve über die Körsch. Zudem hat die Fahrbahn ein leichtes Gefälle. Der Regen fließt also nur zu einer Seite ab. „Für die Fußgänger ist das eine Zumutung“, sagt Barth. Auf der linken Seite ist zwar eine Barriere aus Beton, da aber diese Straßenseite tiefer liegt, sammelt sich dort das Regenwasser. Bei starkem Regen und dichtem Verkehr wird der Beton überspült. Dann ist der Gehweg nahezu unpassierbar.

Anwohner appelliert an die Stadt

Jürgen Barth fordert, dass der Betonvorsprung erhöht wird. „Im Sinne der Fußgänger und Radfahrer sollte das Gefälle innerhalb der Fahrbahn ausgeglichen werden.“ Der Anwohner weiß, dass seine Forderungen nicht so schnell umgesetzt werden können. Allerdings appelliert er an die Verantwortlichen bei der Stadt, doch zumindest regelmäßig im Sommer die Büsche an dieser Stelle schneiden zu lassen. „Das macht den Gehweg sicherer“, sagt Barth. „Fußgänger haben dann mehr Platz, und der Abstand zu den vorbeifahrenden Autos ist größer.“ Ralf Feind vom Tiefbauamt kennt den Zustand des Gehwegs. Tatsächlich verkündete die Behörde im vergangenen März, dass die Schäden ausgebessert werden sollen. Doch nach dem aktuellen Stand der Dinge werden die Bauarbeiter wohl nicht so bald ausrücken. Nach den Worten von Feind ist derzeit nicht genug Geld für die Reparatur da.

Verkehr hat in vergangenen Jahren stark zugenommen

„Wir sind uns der Situation bewusst und möchten sie so bald wie möglich beheben“, sagt Feind. Nach seinen Worten hat der Verkehr auf der Straße in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Der Damm, auf dem die Straße aufliegt, sei dieser steigenden Belastung nicht mehr gewachsen. „Er rutscht langsam ab und damit bröckelt der Belag an den Rändern. Risse und Senken entstehen. Wir müssen Stützsteine in den Damm einlassen, um einen weiteren Abbruch zu verhindern“, sagt der Experte vom Tiefbauamt.

Das Gefälle der Fahrbahn muss jedoch bleiben. Denn laut Feind muss „der Regen abfließen können“. Was die wuchernden Büsche betrifft, soll allerdings bald etwas passieren. „Dies übernimmt entweder das Gartenamt oder es ist die Pflicht der Anlieger“, sagt Feind.

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