Im neuen Jahr werden der große und der kleine Saal sowie das Foyer der Filderhalle in Leinfelden umgebaut. Was genau wird dort eigentlich gemacht – und wie lang wird das dauern?
Schlagerparty am 23. Januar, Kinderfasching am 25. Januar: Die Närrinnen und Narren der Filderer sind Anfang 2026 außergewöhnlich zeitig dran mit ihren Faschingsveranstaltungen in Leinfelden. Der Grund für den Frühstart: Die Filderhalle wird geschlossen. Ab Anfang Februar geht es dort ans Eingemachte. Dann startet die Hauptsanierungsphase der zentralen Veranstaltungsstätte von Leinfelden-Echterdingen. Sie wird länger als ein halbes Jahr dauern – bis Ende September.
Im Fokus dieser Hauptsanierungsphase werden der große und der kleine Saal sowie das Foyer stehen. Auch wenn man es der Filderhalle auf den ersten Blick nicht unbedingt ansieht: Sie ist durchaus in die Jahre gekommen. Erbaut wurde sie tatsächlich 1958, seither wurde sie immer wieder modernisiert und mit Anbauten versehen. Damit man laut der Geschäftsführung den Besucherinnen und Besuchern „auch in Zukunft ein modernes, sicheres und zukunftsweisendes Veranstaltungsumfeld“ bieten könne, sei nun eben die nächste Modernisierung dran.
Filderhalle soll moderner, barrierefreier und nachhaltiger werden
Gemacht werden muss einiges. So soll beispielsweise das Foyer komplett neu gestaltet werden. „Es wird ein neues Deckenbild und ein neues Beleuchtungskonzept geben, Handlauf und Brüstung werden erneuert, und der markante grobe Putz der Oberfläche wird durch einen glatten Putz ersetzt werden“, erklärt Benjamin Dihm, der Erste Bürgermeister. Auch der Vorplatz zum Haupteingang soll eine neue Gestalt erhalten. Der Brandschutz wird ebenfalls modernisiert.
Ein zentrales Element ist zudem die Vorbereitung der Halle auf die künftige Geothermie-Anbindung für eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung. Die Lüftungs- und Heizungsanlagen werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht. In der Tiefgarage wird bereits seit Oktober 2025 gearbeitet. Die Zufahrt ist seither gesperrt. Die Garage wird vollständig saniert. Dazu gehört auch, dass sie barrierefrei wird, wie Kevin Goldberg, einer der beiden Filderhalle-Geschäftsführer, erklärt: „Ein Aufzug wird eingebaut, über den man von der Tiefgarage direkt ins Gebäude gelangen kann.“
Das alles lässt sich die Stadt einiges kosten. Laut Benjamin Dihm werden etwa 14,3 Millionen Euro in den Gebäudekomplex und insbesondere in die Technik investiert, hinzu kommen 600 000 Euro für den Außenbereich. Angesichts der mittlerweile deutlich schlechteren Finanzlage sei nachträglich in Sachen Materialität, Ausführung sowie Umfang noch etwas abgespeckt worden, „allerdings bleiben sämtliche sicherheitstechnisch und hygienisch relevante Maßnahmen weiter bestehen“.
Für die Zeit des Umbaus gibt es Alternativen zur Filderhalle
Die Menschen in Leinfelden-Echterdingen werden bis zum Herbst nicht komplett auf die Filderhalle verzichten müssen. Der Panoramasaal etwa, der erst 2019 eingeweiht wurde, bleibt offen, wie Kevin Goldberg sagt. „Dort werden auch weiterhin die Gemeinderatssitzungen stattfinden.“ Alternativen gebe es in der Stadt ebenfalls. Je nach Veranstaltungsgröße biete sich beispielsweise das Bertha’s Place in Echterdingen für Events an, dieses gehört ebenfalls zur Filderhalle, außerdem gebe es noch die Zehntscheuer und das Walter-Schweizer-Kulturforum in Echterdingen oder den Bürgersaal in Musberg. Bereits im Frühjahr 2025 sei das Team der Filderhalle auf die Stammkundschaft zugegangen, um über die bevorstehende Sanierung und Alternativen zu informieren.