Filderdialog Noch ein Vorschlag: „Smart Link“

Von Michael Deufel 

Umstritten ist vor allem die Nutzung der S-Bahn-Gleise. Foto: Leif Piechowski
Umstritten ist vor allem die Nutzung der S-Bahn-Gleise. Foto: Leif Piechowski

Filderdialog: Variantenkombination plus Stadtbahn heißt die Alternative der Kritiker.

Stuttgart - Der Filder-Dialog zur Fernbahnanbindung des Flughafens rückt näher – und die Protagonisten positionieren sich. Zum Beispiel der Verkehrsclub Deutschland (VCD), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Fahrgastverband Pro Bahn. Die drei Organisationen haben einen gemeinsamen Vorschlag präsentiert. Der mit der Bezeichnung „Smart Link“ versehene Plan verzichtet – nicht neu – auf eine Direktanbindung der Gäubahn an den Airport, allerdings im Kontext einer grundsätzlichen Betrachtung der Verkehrsinfrastruktur auf den Fildern, so Klaus Arnoldi vom VCD. Im Kern kombiniere man zwei Varianten, die beim Filder-Dialog besprochen würden. Man stelle Stuttgart 21 nicht infrage, sondern wolle „den Murks“ der Planung der Deutsche Bahn AG im Sinne der Fahrgäste ­verhindern.

Demnach soll – neben Vaihingen als Umsteigepunkt für Fahrgäste der Gäubahn mit Ziel Flughafen – der Filderbahnhof überirdisch nördlich der Autobahn 8 entstehen. Die klare Trennung von S-Bahn sowie Fern- und Regionalverkehr vereinfache erheblich die Umsteigebeziehungen gegenüber der sogenannten Antragstrasse mit einem 26 Meter tiefen Filderbahnhof unter der Landesmesse. Die größere Distanz zwischen Filderbahnhof und Flughafenterminals soll die verlängerte Stadtbahn-Linie U 6 überbrücken. In einer Schleife soll die U 6 Filderbahnhof, künftigen Fernbusbahnhof und Flughafen bedienen und dann bis Echterdingen weiterfahren. So würden die im Filderbereich vorgesehenen 500 Millionen Euro in fahrgastfreundliche Infrastruktur investiert.

Laut Gerhard Pfeifer (BUND) ist der Vorschlag „wirtschaftlich und ökologisch“ eine Verbesserung: keine Tunnelbauten, die den Filderboden zerstören, keine Rohrer Kurve für die Gäubahn, für die zahlreiche Bäume weichen müssten, weniger Ausgleichsmaßnahmen und weniger Klagen von Anwohnern gegen das Projekt.

Alle Texte zum Filderdialog lesen Sie hier nach.

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