Filderdialog „Jetzt geht es um die Optimierung“

Von Jörg Hamann 

Messe-Chef Ulrich Kromer blickt auf die Messe-Piazza, unter der ein Fernbahnhof entstehen soll. Mit Stuttgart 21 erhielte die Messe eine erstklassige Schienenanbindung. Foto: Leif Piechowski
Messe-Chef Ulrich Kromer blickt auf die Messe-Piazza, unter der ein Fernbahnhof entstehen soll. Mit Stuttgart 21 erhielte die Messe eine erstklassige Schienenanbindung. Foto: Leif Piechowski

Messe-Chef Ulrich Kromer setzt sich für den direkten Anschluss der Gäubahn an die Hallen ein.

Stuttgart – Flughafen und Landesmesse sollen beim Projekt Stuttgart 21 von zwei neuen Schienenanschlüssen profitieren. Messe-Chef Ulrich Kromer erhofft sich vom Filder-Dialog Einigkeit, die Verbesserungen bringen kann.

Herr Kromer, nicht nur der Flughafen wird von der Anbindung an den Schienenfernverkehr profitieren, sondern auch die Landesmesse. Der Flughafen zahlt 350 Millionen Euro – wo bleibt Ihr Messe-Soli für Stuttgart 21?
Es war schon im Landesmessegesetz vorgesehen, dass die Messe an diesen Verkehrsträger angebunden wird. Wir sind aber an Stuttgart 21 finanziell nicht beteiligt. Das haben politische Gremien und unsere Gesellschafter Land und Stadt so entschieden.

Ihr Bedauern hält sich in Grenzen.
Wir sind durch Bauvorkehrungen indirekt beteiligt. Aber wir bedauern nicht, dass wir finanziell nicht weiter gefordert sind. In Anbetracht unserer Kernaufgaben würde das unsere Möglichkeiten auch sprengen.

Was haben Sie für den kommenden Fernbahnhof vorbereitend bereits gebaut?
Die Planungen für Stuttgart 21 auf den Fildern gab es schon, als wir unsere Hallen erstellt haben. Also haben wir in den Hallen 3 und 4 und unter unserem Kongresszentrum Vorsorge getroffen. Auch das Bosch-Parkhaus würde ohne ICE-Strecke anders aussehen. Die Spannweite wurde für die Trasse nach Ulm vergrößert.

Der Messe geht es gut. Nehmen wir mal an, Sie könnten 30 Millionen investieren. Würden Sie die eher in neue Hallen oder einen besseren Anschluss der Gäubahn verwenden?
Der Pachtvertrag mit der Messe-Baugesellschaft schreibt uns den Unterhalt des Geländes samt Instandhaltung vor. Wenn wir investieren, dann in neue Messe-Veranstaltungen, vielleicht gezielt auch im Ausland. Wir haben gar keine Möglichkeit, uns beim Bahnhofsthema zu engagieren.

Sie rechnen die Messe arm.
Nein, unsere Kernaufgabe ist das Betreiben von Veranstaltungen, vor allem in Stuttgart. Dann der Unterhalt des Geländes.

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