Das Mobiliar auf dem Aussichtsplatz über dem Hengstäckertunnel ist bereits mehrfach beschädigt worden. Neue Sitzmöglichkeiten wird es vorerst nicht geben. Foto: privat

Vandalismus und die aus ihrer Sicht mangelnde Pflege von Grünflächen ärgert einige Bürger auf den Fildern.

Stuttgart-Vaihingen - Herumsitzen und Däumchendrehen, das ist nicht die Sache der Mitarbeiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes. Dennoch ist es den städtischen Mitarbeitern nicht immer möglich, alle von ihnen betreuten Flächen stets mustergültig in Schuss zu halten. Insbesondere wenn es im späten Frühjahr und frühen Sommer an allen Ecken und Enden in der Stadt gleichzeitig grünt und blüht, müssen die Verantwortlichen Prioritäten setzen, die manchem Bürger nicht so recht gefallen. So ärgern sich beispielsweise einige Vaihinger Bürger, unter ihnen Helmut Momann, über kommunale Pflanzbeete an der Hauptstraße im Bereich des Vaihinger Marktes, weil diese zurzeit nicht sonderlich gepflegt sind.

„Die Beete werden nach den Sommerferien umgestaltet“, heißt es aus dem Amt. Aus diesem Grund habe man dort die intensive Pflege vorübergehend ruhen lassen. Auch ein Beet an der Krehlstraße bietet aktuell einen wenig schönen Anblick. Dies liege aber an einer Baustelle. Wenn die Arbeiten abgeschlossen seien, werde auch die dort geplante Erneuerung des bestehenden Beetes realisiert. „Ansonsten sind die Pflanzbeete aber in einem guten Zustand“, sagt Anja Neupert vom Gartenamt, die viele der Bürgerbeschwerden auf den Tisch bekommt.

„Man muss ein Händchen für die Grünflächen haben“

Der ursprünglich aus Norddeutschland stammende Wahlschwabe Helmut Momann kann es nicht so recht verstehen, dass man, wie vielerorts in der Landeshauptstadt zu finden, Rosenbeete anlege und diese dann verwildern lassen. „Das macht keinen guten Eindruck“, sagt der Ruheständler, der kürzlich bei einem Besuch in Norddeutschland den Eindruck gewonnen hat, dass dort „alles viel gepflegter ist“. Für Momann steht außer Frage: „Man muss ein bisschen ein Händchen für die Grünflächen haben“, dieses vermisse er in Stuttgart bisweilen. Auch dass der Gehweg zwischen Kaltental und Vaihingen in Teilen von Sträuchern überwuchert ist, kann er nicht verstehen. Anja Neupert vom Gartenamt verspricht in Kürze eine Verbesserung der Situation. In den nächsten Wochen werde der Gehweg gereinigt, die Sträucher zurückgeschnitten.

Schwierig gestaltet sich nach Einschätzung Neuperts auch die Pflege der an einen Landwirt verpachteten Grünfläche am Erbgraben in Fasanenhof, die unschön ins Auge fällt. Dort seien im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen Bäume gepflanzt worden, die dem Pächter nun die Bewirtschaftung der Fläche erheblich erschwerten. Aus diesem Grund werde die Fläche zwischen den noch jungen Bäumen und dem Weg künftig durch eine Firma im Auftrag der Stadt gepflegt werden.

Wenig Hoffnung macht Anja Neupert indes denjenigen, die darauf hoffen, dass der Aussichtsplatz über dem Hengstäckertunnel bald wieder mit neuen Bänken ausgestattet werde, die von Unbekannten inzwischen zertrümmert worden sind. Dies werde vorerst nicht geschehen. „Die Kosten für den ständigen Ersatz des mutwillig zerstörten Mobiliars an dieser Stelle ist einfach zu hoch“, heißt es aus dem Amt. Ausflügler könnten aber die Steinquader, die auf dem Platz zu finden sind, zum Ausruhen nutzen.

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