Dina Marschall ist optimistisch, dass der Schmuckdieb gefasst wird. Foto: Judith A. Sägesser

In Degerloch wurde ein Juwelier bestohlen, in Hoffeld waren Tabakwaren die Beute.

Filder - Der Mann hat ein Geschenk für seine Mutter gesucht. Sagte er. Am vergangenen Dienstag hat er sich eine halbe Stunde lang Ringe, Armreifen und Ketten von Dina Marschalls Mitarbeiterin zeigen lassen. „Sie hat alles richtig gemacht“, sagt die 32-jährige Goldschmiedin. Sie habe nur vier, fünf Schmuckstücke auf dem Verkaufstresen liegen lassen. Und dann ist es doch passiert.

Während die Mitarbeiterin neue Ware aus der Vitrine holte, „hat er sich das, was auf der Theke lag, geschnappt und ist geflitzt“, sagt Marschall. Dies waren drei Ringe und ein Armband im Wert zwischen 6000 und 8000 Euro. Ihre Mitarbeiterin sei dem Dieb hinterher, aber der Mann, der in Richtung Hollenbach-Areal gerannt ist, war schneller. Der Täter war 20 bis 25 Jahre alt, 1,80 Meter groß, schlank und mit südländischem Teint. Er sprach akzentfrei Deutsch, trug Jeans, Turnschuhe und eine hellblaue Adidas-Jacke.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch waren zwischen 1.30 Uhr und 6 Uhr zudem Einbrecher in Hoffeld unterwegs. Ihr Ziel: das Schreibwarengeschäft von Markus Rapp. „Sie sind durch das Treppenhaus reingekommen und haben den kompletten Zigarettenbestand mitgenommen“, sagt er. Kunden, die am Mittwoch Rauchkraut kaufen wollten, konnte er nur vertrösten.

Diebstahl dauerte sicher eine halbe Stunde

Der entstandene Schaden ist groß. Die Täter haben nicht nur einen ganzen Berg an Zigarettenstangen mitgenommen, sondern auch die Eingangstür zerstört. Insgesamt, so Rapp, dürfte sich die Rechnung für den Einbruch auf rund 25 000 Euro belaufen. Aufgrund der Menge der gestohlenen Tabakwaren „hat das sicher eine halbe Stunde gedauert“, sagt er. Die Täter müssen mehrmals zwischen dem Geschäft und einem Fahrzeug gependelt sein.

Für die Degerlocher Juwelierin Marschall war es das zweite Mal, dass sie jemand bestohlen hat. Wobei das erste Mal nicht vergleichbar mit Dienstag gewesen sei. Der Dieb hatte damals zwei Ringe geringeren Werts eingesteckt. Um sich vor Kriminellen zu schützen, sind ihre Fenster aus Panzerglas, sie hat eine Alarmanlage und mehrere Knöpfe, über die sich die Mitarbeiter gegenseitig zu Hilfe holen können. Und nach dem Vorfall diese Woche wird sie noch eins draufsetzen: „Mein Freund hat einen American Bulldog“, sagt sie. Der Hund wird künftig den Laden hüten.

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