FFP3-Masken. Foto: Agnieszka Pas / shutterstock.com

Wir erklären Ihnen, wofür die einzelnen Schutzklassen stehen und worin sie sich unterscheiden.

Was sind FFP-Masken?

Die Abkürzung FFP steht für Filtering Face Piece und wird für partikelfiltrierende Halbmasken zum Schutz gegen Aerosole, Tröpfchen und Partikel verwendet, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilt. Sie sind nach der Norm EN 149 geprüfte und zugelassene Atemschutzgeräte. Unterschieden wird zwischen drei Schutzklassen, die sich an dem Rückhaltevermögen des Partikelfilters orientieren.

FFP1: Die niedrigste Schutzklasse FFP1 filtert mindestens 80 % der Schadstoffe aus der Luft. Die Gesamtleckage durch undichte Stellen zwischen der Dichtlinie der Maske und dem Gesicht des Trägers darf maximal 22 % betragen. Diese Art von Masken wird zum Beispiel beim Hobeln, Schleifen oder Ernteeinholen eingesetzt, wo Sie den Träger vor ungiftigen Partikeln auf Wasser- und Ölbasis schützt. Sie dürfen bei Schadstoffkonzentrationen bis zum 4-fachen des Arbeitsplatzgrenzwertes eingesetzt werden. Als Schutz vor einer Ansteckung mit luftgetragenen Krankheitserregern wie Covid-19 eignen sich die FFP1-Masken jedoch nicht. Sie reduzieren allenfalls die Berührungen an Mund und Nase (Schleimhäute) und verringern bei einer infektiösen Person die Virenkonzentration in der Umgebungsluft. Somit dienen sie im Kontext der Pandemie mehr zum Fremdschutz.

FFP2: Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGU) empfiehlt im Zusammenhang mit Covid-19 mindestens eine FFP2-Maske zum Fremd- und Eigenschutz im Privatbereich. Im Gesundheits- und Pflegebereich sollten die Masken zusätzlich als medizinische Ausrüstung zugelassen sein. Dies gilt auch für die Schutzklasse FFP3. Die FFP2-Masken filtern mindestens 94 % der Schadstoffe aus der Luft, bei einer maximalen Gesamtleckage von 8 % durch Undichtigkeiten. Im Normalfall werden FFP2-Masken zum Schutz gegen gesundheitsschädliche sowie krebserregende Stäube in der Industrie eingesetzt. Da die Masken einen recht hohen Atemwiderstand haben, wird von der DGU eine maximale Tragedauer von 75 Minuten bei mittelschwerer körperlicher Arbeit empfohlen. Anschießend sollte mindestens eine halbstündige Erholungspause eingelegt werden.

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FFP3: Die höchste Klasse bietet selbst bei starker Belastung der Atemluft bis zu einer 30-fachen Konzentration des Arbeitsplatzgrenzwertes gewisser krankheitserregender, radioaktiver oder krebserzeugender Stoffe noch Schutz für den Träger. Ihr Rückhaltevermögen beträgt mindestens 99 % bei einer Gesamtleckage von maximal 2 %. Das Tragen einer solchen Maske erschwert jedoch das Atmen enorm, weshalb regelmäßige Verschnaufpausen eingelegt werden sollten.


FFP-Masken zum Schutz gegen das Coronavirus

Im Kontext der Pandemie sind es vor allen Dingen die Tröpfchenaerosole gegen die eine FFP-Maske den Träger schützen soll. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat in Kooperation mit dem Arbeitskreis ad-Hoc eine Übersicht zu Verwendungsweisen diverser Schutzmasken im Gesundheits- und Privatbereich erstellt. Im Folgenden werden die Empfehlungen speziell für FFP-Masken in gekürzter Form wiedergegeben. Die vollständige Tabelle finden Sie hier.


Quelle: Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK „Covid-19“ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 (PDF), Stand 30.09.2020

Hinweis: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weist darauf hin, dass für die Schutzwirkung von FFP-Masken nicht nur die Filterwirksamkeit ausschlaggebend ist, sondern auch der richtige Sitz. Nur durch einen optimalen Dichtsitz kann die Maske die angegebene Filterleistung erreichen. Testen Sie daher stets die Passform, bevor Sie sich mit einer Maske unter Menschen begeben. Im Zweifelsfall sollten Sie auf ein anderes Modell umsteigen. Darüber hinaus spielt auch die Tragedauer eine Rolle. Wie lange Sie eine Maske am Stück tragen können und wann Sie diese gegen eine neue tauschen sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

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