Mit dem dänischen Feuerwerk gingen die Flammenden Sterne spektakulär zu Ende. Foto: Christoph Schmidt

Mit 40 000 Besuchern an drei Tagen haben die Flammenden Sterne in Ostfildern wieder Massen angezogen. Die Polizei verfolgt nun verbotene Drohnenflüge.

Mit dem brillant komponierten Feuerwerk des dänischen Teams endete das dreitägige Festival Flammende Sterne. Michael Schröder und sein Team von der Firma Højen & Magic Fyrværkeri in Holstebro punkteten mit starken Effekten, großartiger Dramaturgie und mit dänischen Pop-Songs. Ganz oben auf dem Siegertreppchen standen am Ende die Japaner. Mit ihrem Feuerwerk „The Sandman“ verknüpften Nihonbashi Marutamaya moderne Pyrotechnik und asiatische Bildersprache.

 

Mehr als 7000 Gäste feierten am Sonntag auf den Traumfeldern im Scharnhauser Park. Bis die Dänen ihr Feuerwerk mit dem Titel „Danish Stars“ zündeten, herrschte auf dem Platz entspannte Stimmung. Dass die dänischen Feuerwerker mit so vielen Spezialeffekten Spiralen, Blüten und faszinierende Ornamente in den Himmel zauberten, fesselte Jung und Alt. Einmal tauchte ein rotes Herz am Nachthimmel auf.

Mit insgesamt 40 000 Besuchern an den drei Tagen ist Veranstalterin Carina Speidel, Geschäftsführerin der MCE-Ideenschmiede, sehr zufrieden. Auf alle drei Tage gerechnet spricht sie von einem „Rekordbesuch“. Die Sommernächte waren am Freitag und Samstag zwar relativ kühl, aber Regen oder Gewitter gab es nicht. Am Samstag gab es zwar Staus rund um das Gelände. Da viele Besucher aber auf den öffentlichen Nahverkehr umgestiegen sind, war die Lage nicht dramatisch.

Zusätzliche Miet-Toiletten bei den Flammenden Sternen

Obwohl die Veranstalter mit zusätzlichen Miet-Toilettenanlagen die Infrastruktur deutlich verbessert hatten, blieben am Samstag mit 20 000 Besuchern die Warteschlangen nicht aus. Weil in unmittelbarer Nähe ein Naturschutzgebiet liegt, gab es an der Kastanienallee eine mobile Anlage.

„Wir würden gerne mehr Toiletten vorhalten, aber das gibt die Infrastruktur des Platzes nicht her“, sagt Speidel. Vor einigen Jahren hätten die Veranstalter aus Leinfelden-Echterdingen einen zusätzlichen Wasseranschluss auf dem Gelände legen lassen, um mehr Kapazitäten zu schaffen. Am Freitag und am Sonntag gab es nur selten Engpässe. Das galt auch für das gastronomische Angebot, das in diesem Jahr noch umfangreicher war als bisher.

Das Feuerwerk mit dänischer Popmusik begeisterte das Publikum. Foto: Christoph Schmidt

Für Ärger sorgten am Samstag fünf Piloten, die ihre Drohnen über dem Gelände kreisen ließen. „Ohne ausdrückliche Genehmigung ist das verboten“, sagte Speidel. Um die Lage auf dem Gelände und auf den Parkplätzen immer im Blick zu haben, setzte das Deutsche Rote Kreuz eine Drohne ein. Für eine weitere hatten die Veranstalter eine Genehmigung eingeholt.

Von den Besitzern der fünf Drohnen, die illegal über dem Platz unterwegs waren, hat die Polizei einen gestellt. Auf den Mann kommt jetzt ein Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit zu. Drohnen könnten das Feuerwerk zwar nicht gefährden, sagt Speidel. „Aber bei einem solchen Ereignis müssen die Piloten sehr erfahren sein.“ Drohnenflüge im Umfeld größerer Veranstaltungen sind meist nur eingeschränkt oder gar nicht erlaubt, etwa aus Sicherheitsgründen oder zum Schutz von Menschenansammlungen.

Freier Eintritt für Rollstuhlfahrer beim Feuerwerksfestival

Viele Rollstuhlfahrer waren auf dem Platz unterwegs. Mit der „Toilette für alle“, die die Veranstalter mit Hilfe der Bürgerstiftung Ostfildern und der Lebenshilfe Esslingen möglich gemacht hatten, war das Gelände barrierefrei. Rollstuhlfahrer sowie Besucher mit gültigem Behindertenausweis und einem Behinderungsgrad von 100 Prozent bekamen bei den Flammenden Sternen freien Eintritt. Dieser inklusive Ansatz ist Speidel wichtig: „Wir wollen Teilhabe möglich machen.“