Der Hund blieb unverletzt, war aber verständlicherweise etwas verschüchtert. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

In einer mehr als dreistündigen Aktion hat die Feuerwehr in Waiblingen einen Hund gerettet, der in einem Kanal feststeckte. Als ein Bagger das Abwasserrohr öffnete, erlebten die Retter eine Überraschung.

Waiblingen - Ein Bagger, 20 Feuerwehrleute und vier Feuerwehrautos sind am Donnerstag in Waiblingen-Bittenfeld (Rems-Murr-Kreis) nötig gewesen, um einen Hund aus einer misslichen Lage zu befreien. Als eine Frau am Nachmittag mit ihrem Mischlingshund spazieren gegangen war, rannte das Tier plötzlich los und verschwand in einem unterirdischen Entwässerungsrohr.

Der Bittenfelder Feuerwehrkommandant Björn Mutschler war als Einsatzleiter vor Ort. „Wir mussten den Hund erst einmal finden – dafür haben wir mit Taschenlampen in den Schacht geleuchtet“, erzählt er. Nach etwa 600 Metern habe man das Tier lokalisieren können – heraus bekam die Feuerwehr ihn zunächst aber nicht. „Das Tier sah in dem Rohr recht verkeilt aus, deswegen mussten wir mit einem Bagger graben“, sagt Mutschler.

Als der Hund in Sicherheit ist, sehen die Retter den Grund für den Ausflug

Tatsächlich gelang es, den Rüden namens Gap (englisch: Spalt) unverletzt, aber etwas durcheinander aus seiner misslichen Lage zu befreien. Auch der Grund für seinen Ausflug wurde den Rettern offenbar: Aus der Röhre schaute ihnen ein Fuchs entgegen, der sich kurz darauf wieder in die Freiheit davonmachte.

Der Einsatz dauerte rund dreieinhalb Stunden – „plus eine weitere zur Reinigung von Fahrzeugen und Ausrüstung“, so Mutschler. So ungewöhnlich die Aktion anmuten mag: „Die Tierrettung gehört zu den Pflichtaufgaben der Feuerwehr und kommt relativ häufig vor“, sagt der Kommandant. Wer in diesem Fall die Einsatzkosten von schätzungsweise 3000 Euro plus die Kosten für die Reparatur des Kanals bezahlen muss, ist noch unklar.

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