Bereit für den Einsatz in der Altenburgschule: Feuerwehrmänner in Schutzkleidung. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückt zu einer Schule aus. Es geht um Chemikalien, die dort angeliefert wurden.

Stuttgart - Der Irrtum eines Postboten soll es gewesen sein, der am Dienstag helle Aufregung und einen Großeinsatz der Feuerwehr in der Altenburgschule in Bad Cannstatt ausgelöst hat. In der Gemeinschaftsschule war ein verdächtiges Päckchen mit Chemikalien aufgetaucht – und die Aufkleber ließen nicht nur einen hoch brisanten Inhalt befürchten, es hatte auch niemand so etwas bestellt.

Die Feuerwehr rückte am Dienstag um 11.45 Uhr mit einem Großaufgebot an, auch die Polizei wurde auf den Plan gerufen. Trotz der zahlreichen roten Einsatzfahrzeuge wurde die Gemeinschaftsschule aber nicht geräumt – lediglich zwei Bereiche im Gebäude wurden abgesperrt, um das Päckchen im Chemiesaal zu untersuchen. Für Aufregung sorgte unter anderem ein Aufkleber mit einem Radioaktiv-Warnzeichen sowie ein geöffnetes kleineres Päckchen. „Die Einsatzkräfte haben alles abgeprüft, es ist aber kein Verdacht bestätigt worden“, heißt es in der Leitstelle der Feuerwehr. Keine Radioaktivität, keine Gefahr für die Umgebung. Es habe sich letztlich offenbar um handelsübliche Chemikalien in Kleinstmengen gehandelt, so die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte seien noch lange Zeit an der Schule geblieben, um alle Nachweise zu führen, dass tatsächlich nirgends Gefahrstoffe ausgetreten waren.

Die Feuerwehr gibt Entwarnung

Die Polizei beendete ihren Einsatz um 12.45 Uhr, der letzte Feuerwehrmann rückte um 13.55 Uhr ab. „Zum Glück war es letztlich viel Rauch um nichts“, sagt Polizeisprecher Stephan Widmann. Allerdings sei eine Lehrerin vorsorglich in ein Krankenhaus zur Untersuchung gebracht worden. Nach Erkenntnissen der Polizei ist das Päckchen offenbar irrtümlich vom Postboten an der Gemeinschaftsschule abgeliefert worden – es war offenbar für eine andere Schule bestimmt.

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