Die Feuerwehr beim Einsatz auf dem Dach des Fellbacher Rathauses Foto: FW Fellbach/A.Ernst

Flammen schlagen am Dienstagvormittag aus dem Kamin des Fellbacher Rathauses: Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rücken an – das Gebäude wird geräumt.

Ein technischer Probelauf hat am Dienstagmorgen gegen 10.25 Uhr einen Feuerwehreinsatz im Rathaus Fellbach (Rems-Murr-Kreis) ausgelöst. Nach einem Test des Notstromerzeugers im Keller des Gebäudes geriet der sogenannte Ablaufkamin in Brand. Auf dem Dach schlugen daraufhin sichtbar Flammen aus dem Kamin, wie die Feuerwehr mitteilt.

 

Die Feuerwehr beruhigt: Im Gebäude gab es kein offenes Feuer

Das Rathaus wurde vorsorglich geräumt. Die Feuerwehr Fellbach erkundete das Gebäude und hielt sich zunächst in Bereitschaft. Ein Schornsteinfeger konnte den Kamin auskehren und so die Gefahr beseitigen. Ein offenes Feuer im Gebäude selbst bestand nach Angaben der Einsatzkräfte nicht.

Im Einsatz waren rund 35 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen. Ebenfalls vor Ort waren Polizei, Rettungsdienst und Mitarbeiter des Ordnungsamts. Während der Maßnahmen musste die auf der Nordseite des Rathauses gelegene Tainerstraße zeitweise in beiden Richtungen gesperrt werden.

Auch eine Drehleiter wurde bei den Arbeiten eingesetzt. Foto: FW Fellbach/A. Ernst

Nach Angaben des Fellbacher Pressesprechers Frank Knopp war insbesondere der Flügel des Rathauses parallel zur bekannten Lutherkirche betroffen. Es mussten allerdings nicht alle Mitarbeiter ihre Büros räumen, sondern nur etwa einige Dutzend Menschen.

Der Brandgeruch war in den Rathausfluren deutlich zu riechen

In den Fluren habe man den Geruch natürlich bemerkt. In den Büros, an den Schreibtischen und Aktenschränken oder gar an den Computern seien allerdings keine Schäden entstanden. Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Fellbach hat nach Knopps Angaben ungefähr eine dreiviertel Stunde gedauert, anschließend konnten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder ins Rathaus zurückkehren. Verletzt wurde niemand, der Schaden wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt.

Kaminbrände gelten als besonders sensible Einsätze. Sie werden laut einem Sprecher der Feuerwehr Fellbach in der Regel nicht mit Wasser gelöscht, sondern mit Kohlendioxid oder durch fachgerechtes Auskehren des Kamins.