Die Feuerwehr Steinenbronn wäre durch den Digitalfunk mit den anderen Rettungskräften besser vernetzt. Doch erst jetzt soll das analoge System abgelöst werden – mit reichlich Verspätung. Foto: dpa

In diesem und im nächsten Jahr wird der Digitalfunk bei der Feuerwehr in Steinenbronn eingeführt. Es gibt einige Vorteile gegenüber dem analogen System. Zum Beispiel ist es abhörsicher.

Steinenbronn - Bereits 2006 zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland sollte der Digitalfunk bei der Feuerwehr bundesweit eingeführt werden. Für die Feuerwehr in Steinenbronn und in einigen anderen Gemeinden im Landkreis Böblingen kommt er 14 Jahre später. Ein Sprecher des Innenministeriums Baden-Württemberg erklärte dazu: „Die Umstellung dieser komplexen Technik erfolgte auch aus wirtschaftlichen Gründen schrittweise mit der routinemäßigen Erneuerung der Technik in den Integrierten Leitstellen.“

Für den Steinenbronner Kommandanten Stefan Turata hat die Einführung des Digitalfunks „schon lange gedauert, aber es gab jetzt kein großes Drama dadurch“. Die Feuerwehr sei bis jetzt auch mit dem analogen System gut klar gekommen. Dennoch begrüßt Turata die Einführung des Digitalfunks, weil dieser einige Vorteile mit sich bringe: Das Netz sei abhörsicher, ermögliche eine hohe Sprachqualität – und die Feuerwehr sei in Zukunft besser mit Polizei und Rettungsdienst vernetzt.

Sorgen wegen einer großen Umstellung müssten die Feuerwehrleute nicht haben, erzählt Jochen Thorns, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Filderstadt: „Wer mit dem Smartphone umgehen kann, hat auch mit dem Digitalfunkgerät keine Probleme – das ist extrem einfach.“ Bei der Filderstädter Feuerwehr soll bis Jahresende auf das digitale System umgestellt werden.

Nicht komplizierter als ein Smartphone

In Steinenbronn wird es sich hingegen noch bis ins nächste Jahr ziehen, wie Rebecca Wein von der Verwaltung bei einer Gemeinderatssitzung bekannt gab: „Eigentlich sollte das analoge System schon Ende 2020 abgeschaltet werden, aber das wird nicht funktionieren. Man kommt da nicht so ganz hinterher.“ Auf ein Jahr mehr oder weniger kommt es bei 14 Jahren Verspätung aber wohl auch nicht mehr an.

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