Am Sonntagnachmittag waren rund 1000 Besucher im und vor dem Festzelt des Musikvereins zu Gast. Foto: Torsten Ströbele

Die Organisatoren sind mit den ersten drei Tagen der Kirbe zufrieden. Am Montag endet das Fest. Zuvor ist aber noch Christian Lindner (FDP) zu Gast.

Feuerbach - Es ist Sonntagnachmittag. Marion Berger sitzt im Festzelt des Musikvereins Stadtorchester Feuerbach und lächelt: „Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der Kirbe sehr zufrieden“, sagt die Hauptorganisatorin des Festzelt-Betriebs. Schon der Auftakt am Freitag mit der 13. Auflage von „Rock the tent – der Party im Zelt“ sei grandios gewesen. „Ein sehr genialer Abend“, schwärmt Berger. Das mehr als 900 Gäste fassende Zelt sei sehr gut besucht gewesen. „Es war extrem voll.“

Auch am Samstag sei es nach einem etwas schleppenden Beginn richtig gut geworden. „Ab 18 Uhr war hier was los“, sagt Berger. Dazu habe auch die Kirbe-Premiere der Showtanz-Gruppe der Sportvereinigung Feuerbach beigetragen. „Der Auftritt kam sehr gut an.“ Genauso wie der Musikverein selbst. Unter der Regie des neuen Dirigenten Valdis Bizuns habe man mit dem alten Repertoire die Leute zum Tanzen auf den Tischen gebracht. „Dieses Jahr gab es irgendwie keinen neuen Sommerhit, den wir hätten einkaufen müssen“, sagt Berger. „Aber Helene Fischer kommt immer gut an.“ Seit 1. September ist Bizuns erst im Amt. Die offizielle Stabübergabe findet nun im Rahmen des Honoratiorenstammtisches an diesem Montag statt.

Der Vorsitzende des Musikvereins, Reinhard Löffler, ist vom neuen Dirigenten begeistert: „Er kommt aus Litauen, ist ein hervorragender Trompeter und Musiker. Menschlich passt er auch sehr gut zu uns.“ Er hoffe, dass mit Valdis Bizuns das hohe Niveau des Musikvereins nicht nur gehalten, sondern sogar noch einmal gesteigert werden könne, sagt Löffler. Mit dem bisherigen Verlauf der Kirbe sei er sehr zufrieden. „Und mit dem Bundesvorsitzenden der FDP, Christian Lindner, haben wir am Montag ab 11 Uhr einen brillanten Redner und Kopf bei uns im Zelt zu Gast“, sagt der Vorsitzende des Musikvereins. Er selbst werde am Montag kurz auf die geplanten Windräder am Tauschwald eingehen und etwas zur aktuellen Situation der Flüchtlinge sagen. „Es ist wichtig, dass wir den Menschen die Hand reichen. Wir als Verein wollen nicht nur eine Willkommenskultur predigen, sondern sie auch leben.“ Deshalb werde er Werbung für ein Projekt des Musikvereins machen. „Wir wollen den Flüchtlingskindern Blockflötenunterricht geben und eine Bläserklasse gründen. Aber dafür brauchen wir noch Geld.“

Auch die Schausteller freuen sich über den regen Zulauf

Auch beim ökumenischen Gottesdienst am Sonntag ging es im Festzelt um das Thema Flüchtlinge. Die rund 200 Gäste wurden gebeten ein Opfer für den Feuerbacher Freundeskreis zu erbringen. Die Spenden wurden „typisch für die Kirbe in Bierkrügen eingesammelt“, sagte die evangelische Pfarrerin Gerda Müller.

Während im Festzelt noch der Gottesdienst abgehalten wurde, trafen die Krämer und Schausteller auf und rund um den Festplatz noch letzte Vorbereitungen, um für die Besucherströme gewappnet zu sein. Schon am Nachmittag war dann das Kreischen aus dem „Flipper“ nicht mehr zu überhören, der die Fahrgäste in luftiger Höhe um die eigene Achse wirbelte. Von den Boxautos dröhnte Musik aus den Lautsprechern. Eltern kauften ihren Kindern Zuckerwatte, Eis sowie gebrannte Mandeln. Und die Marktbeschickter konnten ihre Waren an den Mann und die Frau bringen – egal ob bunte Luftballons, Hosenträger, Taschen, Socken oder Bürsten.

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