Zum Tanzcafé in die Lutherkirche kamen bislang immer 80 bis 100 Gäste. Foto: Ströbele

Das Richard-Bürger-Heim lädt zum Benefizkonzert in die Stadtkirche.

Feuerbach - „Musik beflügelt Herz und Geist“, sagt Eva Trede-Kretzschmar. Deshalb ist die Leiterin des Richard-Bürger-Heims auch eine so große Befürworterin des Tanzcafés, das Musiktherapeutin Sandra Zeitler für die größtenteils dementen Bewohner der Einrichtung und die älteren Gäste aus den umliegenden Gemeinden und Bezirken organisiert.

Sechs Mal gab es die Veranstaltung bislang im Gemeindesaal der Lutherkirche – zuletzt im Juni. Nachdem die evangelische Kirche nun aber die Räume an das Behindertenzentrum vermieten wird, kann das Tanzcafé nicht mehr im Burgenlandzentrum stattfinden. Im Richard-Bürger-Heim möchte man aber nicht auf diese Veranstaltungsreihe verzichten und hat sich in Feuerbach nach einem neuen Saal umgesehen. „Wir können Räume im Gemeindehaus St. Josef zu einem sehr guten Preis anmieten. Dieses Angebot werden wir wohl annehmen“, sagt Sandra Zeitler.

Feuerbacher verzichten auf Gage

Feuerbacher verzichten auf Gage

Allerdings reicht das Geld des Richard-Bürger-Heims selbst für diesen kleinen Mietobolus, den die katholische Kirche an der Oswald-Hesse-Straße erhebt, nicht aus. „In unserem Budget ist das nicht drin“, sagt die Musiktherapeutin. Die Veranstaltungsreihe sei jetzt schon nicht kostendeckend. Und das, obwohl man bislang keine Miete bezahlen müsste.

Doch innerhalb der Feuerbacher Einrichtung weiß man sich zu helfen. Kurzerhand ist die Idee eines Benefizkonzerts entstanden, die nun auch am Samstag, 8. Februar, kommenden Jahres in die Tat umgesetzt wird. In der Stadtkirche St. Mauritius werden wohl die Stuttgarter Musikschule, die Harfenistin Anette Dörner, die Mauritius Kantorei, die Harmonikafreunde, die Bismarckschule und die Chorvereinigung zu hören sein. „Alle Beteiligten treten ohne Gage auf“, sagt Sandra Zeitler. Mit dem Erlös des Benefizkonzerts soll letztendlich so viel Geld zusammenkommen, dass die Tanzcafé-Reihe für die kommenden zwei Jahre finanziert ist.

Zu Fuß zum Tanzcafé nach St. Josef

Zu Fuß zum Tanzcafé nach St. Josef

Diese drei bis vier Veranstaltungen pro Jahr seien für viele Bewohner des Richard-Bürger-Heims immens wichtig. Sie würden sich schon im Vorfeld sehr auf das Tanzcafé freuen, sagt die Musiktherapeutin. „Manche Senioren sind anschließend auch noch Tage lang begeistert, und einige genießen einfach den Moment.“ Jeder könne mitsingen und tanzen – egal, ob im Sitzen oder Stehen. Die Musik und Texte würden viele positive Erinnerungen auslösen, die bei Demenz erkrankten Menschen länger erhalten bleiben würden als die Sprache.

„Leider werden nicht mehr so viele unserer Bewohner dabei sein können“, sagt Sandra Zeitler. Man werde größtenteils zu Fuß nach St. Josef kommen müssen und hoffe, dass ein Bus des Trägers Evangelische Altenheimat zumindest ein- oder zweimal hin- und herfahren kann.

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