Harald Müller vom Fußballverband, Fred-Jürgen Stradinger, Bürgermeisterin Susanne Eisenmann und Sportvg-Präsident Rolf Schneider (v.l.) bei der Platzübergabe. Foto: Friedel

Die Sportvereinigung Feuerbach weiht den lang ersehnten Kunstrasenplatz am Wilhelm-Braun-Sportpark ein.

Feuerbach - Kein noch so kleines Wölkchen zeigt sich am Firmament, die Mittagssonne brennt gnadenlos auf den Sportplatz. Doch auf dem Rasen ist auch ohne Bewässerung kein verdorrtes oder braunes Hälmchen zu sehen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Das im Frühjahr fertiggestellte neue Geläuf in der Nähe der Sportvg-Geschäftsstelle ist aus Kunststoff.

Wie gemalt war die Kulisse für die kleine Einweihungsfeier am vergangenen Dienstag. Der Himmel azurblau, der Kunstrasen dunkelgrün, das Sportvg-Logo leuchtend rot. Das alles war farblich prima aufeinander abgestimmt: Der Verein habe viele, viele Jahre auf diesen Moment gewartet, sagte Sportbürgermeisterin Susanne Eisenmann bei der Übergabe des neuen Kunststoffrasenplatzes an Rolf Schneider, den Präsidenten der Sportvg Feuerbach.

Die Fertigstellung sei überfällig gewesen, betonte Eisenmann. Schließlich war der alte Tennenplatz zuletzt in einem ziemlich schlechten Zustand. Das Wasser floss nicht mehr ab, bei Regen, Frost und Tauwetter war die Nutzung nur eingeschränkt möglich.

„Platz für einen weiteren Platz“

Gut zehn Jahre lang stand der in den 1960er Jahren gebaute Platz auf der Liste der dringlichen Vorhaben der Stuttgarter Kommunalpolitiker. Bei den vergangenen Haushaltsberatungen konnte sich der Gemeinderat durchringen, die Kosten für die Umwandlung des Tennenplatzes in einen Kunstrasen zu bewilligen.

710 000 Euro wurden insgesamt investiert, das Land beteiligte sich mit einem Zuschuss in Höhe von 80 000 Euro. Das Geld sei gut angelegt, so Bürgermeisterin Susanne Eisenmann. Vor allem für die Nachwuchskicker der Sportvg ist das neue Trainings- und Spielgelände unverzichtbar. Denn die Kinder- und Jugendarbeit ist neben den Bereichen Fitness und Gesundheitssport eines der Aushängeschilder der Sportvereinigung, die mit 6356 Mitgliedern zu den zehn größten Sportvereinen in Württemberg zählt. Auch der Präsident des Sportkreises Stuttgart Fred-Jürgen Stradinger hob die Qualitätsarbeit und die guten Angebote hervor.

Der Sportvg-Präsident sagte, dass der Verein sich nach finanziell schwierigen Jahren wieder konsolidieren konnte. „Wir stehen inzwischen auf gesunden Beinen und haben bis zu zehnprozentige Zuwächse bei den Mitgliedern im Bereich Gesundheitssport und Fitness“, sagte Schneider. Aus Feuerbacher Sicht sei man aber noch lange nicht „satt“, was die Sportstättensituation in Feuerbach angehe. Es gäbe durchaus noch „Platz für einen weiteren Platz“, aber dann seien die Freunde vom FC Feuerbach dran, betonte der Sportvg-Präsident. Wichtig sei auch, dass die Sanierung des Hallenbades in Feuerbach endlich in Angriff genommen werde. Während der Bauzeit müsse freilich auch eine Lösung für die dort trainierenden Vereine gefunden werden. Zudem fehlt in Feuerbach noch eine Sporthalle: Das frühere Fahrion-Areal wäre der geeignete Standort dafür, so Schneider. Zur Platzübergabe bekam die Sportvg drei neue Fußbälle geschenkt – jeweils einen von Susanne Eisenmann, Fred-Jürgen Stradinger sowie Harald Müller, dem Vorsitzenden des Württembergischen Fußballverbandes Bezirk Stuttgart.

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