Meterhohe Flammen schlugen aus dem Dach des Vereinsheims. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg

Ein Feuer zerstört Teile des Vereinsheims und der alten Turnhalle des TV Stammheim zerstört. Die Kripo hat zur Klärung der Ursache einen Sachverständigen hinzugezogen.

Stuttgart - Die Feuerwehr hat bis in die Morgenstunden gerödelt. Gegen 8 Uhr zogen die Wehrleute ab, gingen kurz duschen, dann zur Arbeit. Fast sechs Stunden lang hatten sie in der Nacht gegen die Flammen gekämpft, die aus dem Vereinsheim und dem Dach der alten Turnhalle des TV Stammheim an der Solitudeallee schlugen. Am Vormittag blieben dann ein paar Wehrleute zur Brandwache da, um eventuelle noch glimmende oder wieder aufflammende Glutnester in Schach zu halten, berichtete Benjamin Eberbach, Parallel dazu nahmen die Brandermittler der Kriminalpolizei ihre Arbeit auf.

In der Nacht zum Mittwoch kamen gegen 2 Uhr Notrufe aus Stammheim. Anwohner und Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt sahen das Feuer. Als die Rettungskräfte kamen, standen die Mülltonnen in ihrem Unterstand schon in Brand, die Flammen griffen auf das Gebäude über. Später weitete sich das Feuer auf den Dachstuhl aus. Die Einsatzkräfte konnten verhindern, dass die neue Turnhalle in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ein Sachverständiger sucht nach der Brandursache

„Man kann noch nichts sagen, die Brandermittler ziehen nun einen Sachverständigen vom Landeskriminalamt hinzu“, sagte der Polizeisprecher Jens Lauer gegen Mittag. Die verkokelten Überreste seien noch heiß und hätten noch nicht untersucht werden können. Deswegen sei es auch zu früh, über mögliche Brandursachen zu reden. „Die Ermittler gehen da nach dem Ausschlussprinzip vor“, erläutert Lauer. Untersucht werde grundsätzlich, ob ein technischer Defekt, fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung als Ursache in Frage kämen.

Unterdessen macht man sich in Stammheim Sorgen, dass ein Brandstifter unterwegs sein könnte. In den zurückliegenden Tagen und Wochen hatten unter anderem Ende Juli an der Solitudeallee in einem Garten zu Blumentrögen umfunktionierte Autoreifen gebrannt, die vermutlich angezündet worden waren. Am 2. August brannten am Goldkäferweg Mülltonnen und eine Hecke.

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