Feuer im Tunnel: Bei einer Übung hat die Feuerwehr Stuttgart im Wagenburgtunnel am Mittwoch den Ernstfall geprobt. Foto: www.7aktuell.de

Ein Frontalzusammenprall im Stuttgarter Wagenburgtunnel, ein Auto fängt Feuer, darin eine eingeklemmte Person. Mit diesem Szenario hat die Stuttgarter Feuerwehr am Mittwoch den Ernstfall geprobt.

Stuttgart - Zwei Autos sind am Mittwochabend im Wagenburgtunnel, der den Stuttgarter Osten mit der Innenstadt verbindet, frontal zusammengeprallt. Ein Wagen fängt Feuer. Die Insassen können sich selbst in Sicherheit bringen. Doch im zweiten Auto, das nach dem Zusammenstoß auf die Seite gekippt ist, ist eine Person eingeklemmt. Großalarm für die Stuttgarter Feuerwehr, die mit den Löschzügen der Feuerwachen 1 und 2 und insgesamt über 50 Einsatzkräften anrückt - zur Probe.

Denn dieses Szenario hat sich die Stuttgarter Feuerwehr selbst für ihre Übung in dem einst längsten Tunnel Deutschlands ausgedacht. Feuer in Tunnelanlagen wie dem Wagenburgtunnel stellen die Floriansjünger vor besondere Herausforderungen. Starker Rauch, schlechte Sicht und lange Wege mit der über 30 Kilogramm schweren Ausrüstung lassen Löscheinsätze zur psychischen und physischen Belastungsprobe für die Männer und Frauen der Wehr werden.

Daher werden solche Einsätze von der Feuerwehr in Stuttgart regelmäßig simuliert, um im Ernstfall bestens mit den Bedingungen vor Ort vertraut zu sein. Da das Tiefbauamt der Stadt die Sperrung des Tunnels für den Mittwochabend ohnehin für eine Revision vorgesehen hatte, hat die Feuerwehr die Chance genützt und den Ernstfall geprobt. Laut einer Sprecherin der Polizei sei es während der Sperrung zu keinen Verkehrsbehinderungen gekommen.

Bei der Übung am Mittwochabend, bei der der Tunnel von 20.30 Uhr bis gegen 0.45 Uhr für den Verkehr gesperrt war, waren wir mit der Kamera dabei.

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