Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauerten mehrere Stunden. Foto: Roberto Bulgrin

Der Großbrand auf dem Gelände der Recyclingfirma Kaatsch im Plochinger Hafen ist gelöscht. Befürchtungen, wonach Schadstoffe in den Neckar gelangt sein könnten, bestätigten sich nicht. Ursache des Feuers war möglicherweise ein falsch entsorgter Akku.

Plochingen - Das Feuer, das in der Nacht zum Mittwoch auf dem Gelände der Recyclingfirma Kaatsch in Plochingen ausgebrochen ist, konnte mittlerweile komplett gelöscht werden, wie der Sprecher der Feuerwehren im Landkreis Esslingen, Carsten Zander, mitteilte. Um die Mittagszeit seien die Löscharbeiten am Mittwoch abgeschlossen worden. Befürchtungen, wonach Schadstoffe in den Neckar gelangt sein könnten, bestätigten sich nicht.

 

Auf dem Werksgelände der Firma Kaatsch im Plochinger Hafen hatte ein offenes Schrottlager Feuer gefangen. Die meterhohen Flammen waren weithin sichtbar. Um halb vier Uhr in der Nacht sei er über den Brand informiert wurden, berichtete Ralph Wager, Geschäftsführer von Kaatsch am Mittwoch. Verletzt wurde niemand, auch die Geräte auf dem Gelände haben laut Wager keinen Schaden genommen. Wie hoch der entstandene Schaden sei, könne man noch nicht sagen.

Brand war um halb acht unter Kontrolle

Die Brandursache sei unklar. Vermutlich sei das Feuer auf eine Selbstentzündung eines falsch entsorgten Lithium-Ionen-Akkus zurückzuführen, sagt Wager. Diese befinden sich zum Beispiel in Handys oder Spielzeugen und können sich leicht selbst entzünden. Die Feuerwehr konnte diese Annahme zunächst nicht bestätigten. Bei dem Schrotthaufen, der in Brand geraten war, handle es sich um Abfälle aus den Kommunen, sagt Wager.

Lithium-Batterien dürfen nicht im Hausmüll, sondern müssen extra entsorgt werden, erklärte Wager. Er appellierte an die Bürger und Bürgerinnen, darauf zu achten. Eine unsachgemäße Entsorgung könne gefährlich werden. Das Ganze sei ein großes Thema, sagt Wager. In den vergangenen fünf Jahren hab es zunehmend mehr Brände in Schredderanlagen gegeben. Die Brände, die durch Lithium-Batterien entstehen, seien für die Feuerwehr schwer zu löschen.

100 Einsatzkräfte waren vor Ort

Ein Brand mit diesen Mengen an Schrott sei nicht leicht zu löschen, bestätigte Michael Fuchs, der Einsatzleiter der Plochinger Feuerwehr. Sein Team sei schnell vor Ort gewesen, um halb acht habe man das Feuer unter Kontrolle gehabt. Ungefähr hundert Einsatzkräfte aus Ostfildern, Esslingen, Nürtingen, Plochingen und Deizisau seien vor Ort gewesen.