Wegen eines Streits wird die Polizei verständigt. Die Beamten finden in der Wohnung der Streitenden Drogen. Foto: dpa

Die Polizei wird wegen eines Familienstreits gerufen. Am Einsatzort wittern die Beamten eine andere Gefahr – und ihr Spürsinn führt auf die richtige Spur.

Stuttgart - Die Polizei hat in den zurückliegenden Tagen mehrere mutmaßliche Drogenhändler gefasst. In einem Fall war die Polizei eigentlich wegen eines anderen Anlasses ausgerückt.

Ein lauter Streit in Hausen hatte am Freitag Nachbarn auf den Plan gerufen. Sie machten sich Sorgen und verständigten die Polizei. Die Beamten hörten, als sie kurz nach 18.30 Uhr zu der Wohnung kamen, nicht nur das Wortgefecht, sondern witterten auch Marihuanageruch. Sie durchsuchten daher mit einem richterlichen Beschluss die Wohnung. Zunächst trafen sie nur die 31-jährige Mieterin an. Ihr 19-jähriger Bekannter hatte sich in einem Zimmer versteckt. Die Ermittler fanden 300 Gramm Marihuana. Der Mann, der sich heftig gegen die Festnahme wehrte und dabei einen Polizisten verletzte, kam in Untersuchungshaft.

Die Feuerwehr muss bei einer Festnahme helfen

Am Rupert-Mayer-Platz im Süden wurden am Montag zwei Verdächtige festgenommen, bei denen die Polizei verkaufsfertig abgepackte Plomben mit Kokain fanden. Die Polizei hatte die 29 und 32 Jahre alten Männer bei einer Routinekontrolle erwischt, sie kamen vor den Haftrichter. Am Feuerbacher Bahnhof musste die Polizei am Montag gegen 21.30 Uhr die Feuerwehr zur Hilfe holen, um einen 40-jährigen mutmaßlichen Amphetaminhändler fassen zu können: Er war in das Untergeschoss des Bahnhofs geflüchtet und hatte sich hinter einer Brandschutztür verbarrikadiert. Die Feuerwehr musste diese öffnen.

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