Beim Sommerfestival gibt es Internationales nicht nur für die Ohren, sondern auch für den Magen. Quelle: Unbekannt

Vergesst Südafrika, jetzt ist die Welt bei uns zu Gast - beim Sommerfestival der Kulturen in Stuttgart.

Stuttgart - Vergesst Südafrika, jetzt ist die Welt bei uns zu Gast. Hier spielt die globale Musik: beim Sommerfestival der Kulturen vom 13. bis zum 18. Juli auf dem Marktplatz mit 13 Bands aus 23 Ländern. Dabei erlebt das Open World Project, ein international besetztes Musikprojekt aus Stuttgart, seine Premiere. Mehr als 50 Migrantenvereine waren in die Vorbereitung integriert, für eine kulinarische Weltreise wird auch gesorgt.

Eröffnet wird das Festival heute um 17.30 Uhr von Gattomolesta, einer jungen Italo-Band mit rebellischem Folkrock, gefolgt von Rupa & April Fishes: Kosmopolitischer geht es nicht als bei der indischstämmigen, französisch und spanisch singenden und in San Francisco lebenden Songwriterin und Sängerin Rupa Marya mit ihrer Gypsy Latin Fusion Band. Beim Open World Project, das von der Band The Shin und dem Forum der Kulturen mit professionellen Musikern aus Stuttgart ins Leben gerufen wurde, verschmelzen am Mittwoch argentinische Tangos mit arabischen und kaukasischen Melodien.

Klarinettenmeister aus der Türkei

Anschließend geben sich die Altmeister der modernen Weltmusik die Ehre: Transglobal Underground aus London. Südafrika ist am Donnerstag dran: Mit den Mahotella Queens, den Königinnen des Mbaqanga, die auf den Mestizo-Rock von LéOparleur aus Straßburg folgen. Das poetische Motto "Zimt & Koriander" bestimmt das Programm des Freitags, der bisher moderner türkischer Musik vorbehalten war und jetzt zur türkisch-griechischen Begegnung einlädt. Daher gestalten Selim Sesler, der Klarinettenmeister mit seiner Band aus der Türkei, und Imam Baildi, eine junge griechische Gruppe mit starkem türkischem Bezug, gemeinsam den Abend.

Sie leben in Tübingen, stammen jedoch aus Chile, Italien, Deutschland und dem Senegal und haben sich zur Gruppe Kaira Tilí, auf Deutsch Frieden und Sonne, zusammengeschlossen: Sie wird am Samstag ihren Afro Beat präsentieren. Danach verbindet die portugiesische Band OqueStrada südländische Ausgelassenheit mit der Schwermut der traditionellen Fados. Ins Schwarze treffen wird die deutsch-rumänische Balkan Oriental Speed Brass Band mit dem gefährlichen Namen Fanfara Kalashnikov.

Lateinamerika, Schauplatz vieler 200-Jahr-Feiern der Unabhängigkeit vom spanischen Conquista-Joch, steht im Mitttelpunkt des Sonntags mit Auftritten der Latin Folk & Jazz Band Veronica Gonzales aus Chile und von Systema Solar aus Kolumbien. Die Party beginnt am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils um 17.30 Uhr, am Freitag und Samstag um 16.30 Uhr und dauert am Sonntag von 11 bis 22 Uhr.

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