Schüler einer 5. Klasse lernen mit iPads im Englischunterricht Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Lehrer wie Schüler sehnen sich nach einer besseren Ausstattung ihrer Schulen mit Computern, Laptops und anderen digitalen Helfern. Die Stuttgarter Ferry-Porsche-Stiftung legt dafür jetzt einen Spendenwettbewerb auf.

Stuttgart - Für Lehrer, Schüler und Eltern dürfte es eine Information sein, die sie aufhorchen lässt: Die Ferry-Porsche-Stiftung will eine Million Euro für die Digitalisierung von Schulen spenden. Alle Schulen aus Baden-Württemberg und Sachsen können sich um die Förderung bewerben – im Rahmen der zweiten „Ferry Porsche Challenge“.

Im vorigen Jahr wurde die erste „Ferry Porsche Challenge“ aufgelegt. Auch damals wurde eine Million Euro ausgeschüttet – für wegweisende Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft sowie Kultur und Sport. Diesmal geht es um eine bessere digitale Ausstattung der Schulen. Jede Schule kann bis zu zwei Digitalisierungsprojekte einreichen.

Online-Voting über die besten Bewerbungen

„Unter dem Motto ‚Schule digital gestalten‘ übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung“, sagt Oliver Blume, Vorsitzender des Kuratoriums der Ferry-Porsche-Stiftung. „Die Digitalisierung ist zum entscheidenden Faktor im internationalen Wettbewerb geworden. Umso wichtiger ist es, junge Menschen schon in der Schule für dieses Thema zu begeistern.“ Dazu wolle die Stiftung einen Beitrag leisten.

Der Spendenwettbewerb verläuft in mehreren Stufen: Die Bewerbungsphase beginnt am 9. November 2020 und endet am 28. Februar 2021. Aus allen bis dahin eingegangenen Bewerbungen trifft die Stiftung eine Vorauswahl. Sie überprüft, ob die eingereichten Projekte die Förderkriterien erfüllen. Dazu gehören die enge Zusammenarbeit der Schüler und Lehrkräfte im Team sowie die klare Ausrichtung auf das Thema Digitalisierung von Schulen.

100 000 Euro für die ersten drei Plätze

In einem öffentlichen Online-Voting können anschließend alle interessierten Bürgerinnen und Bürger für ihren Favoriten abstimmen. Die 29 Projekte mit den meisten Stimmen sind für das Finale nominiert. Dort dürfen die Teams ihr Konzept digital vorstellen. Über die Platzierungen entscheidet schließlich eine hochkarätig besetzte Jury. Dieser gehören neben den Kuratoriumsmitgliedern der Ferry-Porsche-Stiftung die Oberbürgermeister von Stuttgart und Leipzig sowie die Chefredakteure der Medienpartner Stuttgarter Nachrichten, Stuttgarter Zeitung und Leipziger Volkszeitung an.

Die Stiftung vergibt drei erste Plätze, die jeweils mit 100 000 Euro dotiert sind, sechs zweite Plätze mit je 50 000 Euro und acht dritte Plätze mit je 25 000 Euro. Alle für das Finale nominierten Teams haben darüber hinaus die Chance auf zwei mit 75 000 Euro dotierte Sonderpreise. Diese gehen an außergewöhnliche Schulprojekte, die von der Jury als einzigartig bewertet werden. Die übrigen zehn Finalisten erhalten ein Fördergeld in Höhe von jeweils 5000 Euro.

Gründer der Sportwagenmarke ist Namensgeber

Die 2018 gegründete Ferry-Porsche-Stiftung mit Sitz in Stuttgart fördert und initiiert gemeinnützige Projekte in den Bereichen Soziales, Umwelt, Bildung und Wissenschaft, Kultur und Sport. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement will die Stiftung nach eigener Darstellung „vor allem junge Menschen an den Unternehmensstandorten der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG unterstützen“. Namensgeber ist Ferry Porsche, der 1948 die Sportwagenmarke Porsche gründete.

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