Eternitplatten zwischen Keller und Erdreich und mächtige Fundamente sind die Kostentreiber auf der Waldheimbaustelle. Dennoch beginnt der Waldheimbetrieb im Sommer. Foto: Götz Schultheiss

Rund eine Million Euro sollte der Neubau des Ferienwaldheims im Bernhäuser Forst in Filderstadt kosten. Unerwartete Funde im Erdreich treiben die Kosten erheblich in die Höhe.

Filderstadt - Der Neubau des Ferienwaldheims im Bernhäuser Forst wird um 160 000 Euro teurer als ursprünglich geplant. „Dies ist der Betrag, auf den alles hinausläuft“, sagt der Kirchenpfleger Lothar Stäbler. Der Grund für die Kostenexplosion liegt unter dem Boden: Eternitplatten zwischen Keller und Erdreich, die ausgegraben, gereinigt und entsorgt werden, sowie weit massivere Fundamente als erwartet. „Wir graben die Fundamente so weit ab wie nötig“, sagt Stäbler. Nach Bekanntwerden der Kostensteigerung, sagt der Kirchenpfleger, „haben sich die Herzen und die Geldbeutel geöffnet, und es sind einige Menschen auf uns zugekommen, die gespendet haben“.

Schnell fertig durch Modulbauweise

Zur weiteren Schließung der Finanzierungslücke geht er auf den Oberkirchenrat und Amtsleiter in Filderstadt und L.-E. zu. Die erheblichen Mehrkosten werden am geplanten Einweihungstermin am 30. Juli nichts ändern. Der Neubau geht zügig voran, weil das rund 600 Quadratmeter große Gebäude mit 14 jeweils 25 Quadratmeter großen Gruppenräumen nicht unterkellert ist und in Modulbauweise über den vorher verlegten Anschlüssen errichtet wird.

Ursprünglich sollte das 1969 zusammen mit einem Tagungszentrum errichtete Waldheim saniert werden. Dazu kam es jedoch nicht, weil die dafür berechneten 800 000 Euro auf 1,5 Millionen Euro kletterten. Der Abriss des Altbaus und die Errichtung des neuen Waldheims sollten bis zu den Funden im Boden vor wenigen Wochen eine Million Euro kosten.

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