Schon nach der ersten Stunde hatten 30 Autofahrer den Lappen weg. Foto: FZ

Insgesamt 400 Fahrzeuge tappen in die Radarfalle am Ferienlager. Schon in der ersten Stunde verlieren 30 ihren Führerschein.

Oeffingen - Über den Standort des Fellbacher Waldheims auf dem Oeffinger Tennwengert dürften sich am Montag eine ganze Reihe von Autofahrern heftig geärgert haben. Denn für die Sicherheit der 200 Kinder im Ferienlager der evangelischen Kirche ist die Landes-straße 1197 in Richtung Remseck derzeit nicht nur mit einer Behelfsampel versehen. Auch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist für Autos und Lastwagen an der Einfahrt zum Gelände des Turnvereins übergangsweise auf 30 Stundenkilometer reduziert.

Die Messaktion wurde von der Stadt öffentlich angekündigt

Um das zum Schutz der Teilnehmer eingerichtete Tempolimit auch zu kontrollieren hatte die Stadt Fellbach am Montag ihre Radarfalle aufgebaut. Und die sorgte in schöner Regelmäßigkeit für eine Schrecksekunde hinterm Lenkrad. Es blitzte quasi im Halb-Minuten-Takt, allein in der ersten Stunde tappten gut 130 Autofahrer in die hinter einem Plakat stehende Radarfalle. Etwa 30 Personen waren so schnell unterwegs, dass der Führerschein erst mal weg ist. Gemessen wurde bis 13.30 Uhr. Die Bilanz: Geblitzt wurden bis zum Ende der – von der Stadt übrigens öffentlich angekündigten – Messaktion dem Vernehmen nach etwa 400 Autos und Lastwagen.

Normalwert sind bei vergleichbaren Kontrollaktionen an dieser Stelle etwa 40 Fahrzeuge – allerdings auch bei Tempo 60. Die Höchstgeschwindigkeit am Montag hatte übrigens ein Fahrer auf der Tachonadel, der mit Tempo 75 am Tennwengert vorbeigebraust war. „Wäre das Waldheim auf dem Kappelberg, wäre mir das nicht passiert“, dürfte der nun vom Fahrverbot betroffene Autofahrer denken.

Gabriele Zull liefert sich am Naturfreundehaus ein Tischtennis-Duell

Fellbachs Oberbürgermeisterin Gabriele Zull hat am Montag unterdessen denersten Waldheimbesuch ihrer Amtszeit absolviert. Ort der Premiere war das Ferienlager der Arbeiterwohlfahrt am Naturfreundehaus. Exakt 95 Kinder verbringen im Wald einen Teil ihrer Ferien, nach Gulasch und Obstsalat erwarteten sie am Montag den Besuch der Rathauschefin. Im Schlepptau hatte Gabriele Zull die Stadträte Ulrich Raß (SPD), Hans-Ulrich Spieth (CDU) und Karl Würz (Grüne), der als Vorsitzender des Fellbacher AWO-Ortsvereins fungierende Andreas Möhlmann war selbstredend auch mit vor Ort.

Mitgebracht hatte die Oberbürger-meisterin den Kindern einen kleinen Rucksack – quasi fürs Vesper für die nächste Wanderung rund ums Naturfreundehaus. Bevor es weiter zur zweiten Station im Waldheim auf dem Tennwengert ging, musste sich die OB im Tischtennis-Duell beweisen – Max nahm die Sache ernst und dürfte am Abend mit einem guten Gefühl ins Bett gegangen sein. Geblitzt wurde die Rathauschefin bei der Fahrt nach Oeffingen übrigens definitiv nicht – die städtische Radarfalle am Tennwengert war zu diesem Zeitpunkt längst wieder abgebaut.

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