Streng und gelegentlich mit einer Peitsche tritt die Künstlerin Nana Hülsewig in ihrer filmischen Intervention „Peitschen“ auf. Foto: /Valentin Kemmner

Mit ihrer filmischen Intervention „Peitschen“ hat die Künstlerin Nana Hülsewig im Rahmen von „FemPalais – Festival der Frauen“ mit der Peitsche auf den Verkehr am Charlottenplatz eingewirkt.

Auf einer der vielen Verkehrsinseln am Charlottenplatz steht eine Frau in einem eleganten roten Kostüm, zugleich streng zugeknöpft. Sie hat eine Peitsche in der Hand. Und immer wieder holt sie damit aus, lässt es knallen, während die zahlreichen Autofahrer wie der Zug der Lemminge ihren Weg fahren Richtung Tübingen, Rathaus oder Liederhalle. Es ist die Künstlerin Nana Hülsewig, die sich diese Aktion „Peitschen“ ausgedacht und mit Valentin Kemmner auf Video aufgezeichnet hat. Zu sehen ist dies noch bis einschließlich diesen Freitag von 6 bis 21 Uhr im Stadtpalais. Dort findet zur Zeit „FemPalais – Festival der Frauen“ statt.

 

Hülsewig bringt da schon Farbe ins Geschehen, als sie irgendwann im Herbst vergangenen Jahres diese Aktion realisiert hat, gefördert vom Kulturamt. Da knallt es immer wieder ganz ordentlich in dieser Videoaufzeichnung, der Blick der Künstlerin ist entsprechend streng. Das Geschehen selbst – der enorme Strom der Fahrzeuge an diesem zentralen Platz – kann sie damit freilich nicht beeinflussen, die meisten Fahrer achten darauf, dass sie möglichst zügig diese komplexe Straßenkreuzung hinter sich lassen können. Im Stadtpalais ist da in Endlosschleife eine knapp zweiminütige Zusammenfassung dieser Aktion zu sehen. Da hätte ruhig ein größerer Ausschnitt gezeigt werden können.