Fellbachs Oberbürgermeister hört im Herbst auf Palm sucht neue Ziele

Von Hans-Dieter Wolz 

Oberbürgermeister Christoph Palm beim Neujahrsempfang der Stadt. Foto: Patricia Sigerist
Oberbürgermeister Christoph Palm beim Neujahrsempfang der Stadt. Foto: Patricia Sigerist

Der Fellbacher Oberbürgermeister Christoph Palm (CDU) will nach Ablauf seiner Amtszeit im Herbst nicht erneut kandidieren. Der fast 50-Jährige sucht sich nach 15 Jahren als OB eine neue berufliche Herausforderung.

Fellbach - Die Erklärung, die der Fellbacher Oberbürgermeister Christoph Palm am Dienstagabend hinter verschlossenen Türen im Gemeinderat abgab und am Mittwochmorgen öffentlich machte, schlug in Fellbach wie eine Bombe ein. Er wird keine dritte Amtszeit anstreben, sondern sich beruflich neu orientieren.

„Nach mehr als 15 ereignisreichen, intensiven und sinnerfüllten Jahren an der Rathausspitze der Kappelbergstadt, in denen es geopolitisch, demografisch, soziologisch, ökonomisch und durch die Digitalisierung grundlegende Veränderungen zuhauf zu bewältigen galt, werde ich mich nach reiflicher Überlegung nicht um eine dritte Amtszeit als Fellbacher Oberbürgermeister bewerben“, ließ er mitteilen.

Der OB, der noch bis in den Herbst amtiert, hebt hervor, dass seine Entscheidung allein auf persönlichen Beweggründen fußt, allen voran dem Wunsch, „meinem Leben weitere Aspekte hinzuzufügen.“ Er habe sich die Entscheidung keineswegs leicht gemacht.

Christoph Palm hat „interessante berufliche Optionen“

„Ich bin in der glücklichen Lage, gesund, von meiner Frau und meiner Familie unterstützt und in der gefühlten Mitte meines Lebens eine Reihe interessanter beruflicher Optionen vor mir liegen zu haben, aus denen ich in den kommenden Monaten die mir passendste neue Herausforderung auswählen werde“, kündigte der OB am Mittwoch an und ließ durch das Pressereferat der Stadt mitteilen, dass er vorerst keine weiteren Stellungnahmen, Erläuterungen oder Kommentare abgeben werde. Das Stadtoberhaupt wird am 1. September 50 Jahre alt.

Seine gegenwärtige zweite Amtszeit, die er noch erfüllen will, geht bis zum 1. November dieses Jahres. „Bis dahin engagiere ich mich wie bisher mit vollem Einsatz in meinem mir auf Zeit verliehenen Amt für meine Stadt und ihre Einwohnerinnen und Einwohner. Fellbach wird in meinem Herzen immer einen besonderen Platz haben“, sagt Palm.

Der Versuchung einer Eigenbilanzierung seiner umfangreichen Arbeit in Fellbach will er widerstehen und dies auch in Zukunft so halten: „Maßgebliche Richterin über mein Wirken zwischen Hartwald, Schmidener Feld und Kappelberg ist für mich sowieso die Zeit.“

Den Termin für die Oberbürgermeisterwahl muss der Gemeinderat zu gegebener Zeit festlegen.

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