Michael Schick, Marcus Bürkle, Silvia Puder, Leo Schneider (von links). Foto: Markus Merz

Bei den 28. Fellbacher Stadtmeisterschaften der Skifahrer und Snowboarder räumt in Jungholz ein Neuling gleich drei Medaillen und zwei Pokale ab.

Jungholz - Silvia Puder hat am Samstag bei den 28. Fellbacher Stadtmeisterschaften der Skifahrer und Snowboarder in Jungholz gleich mehrere Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt und sich entsprechend mit Medaillen und Pokalen eingedeckt. Bei der Siegerehrung am Ende eines langen Wintersporttages bekam Silvia Puder drei Goldmedaillen und zwei Pokale überreicht. Für die 31-Jährige war es die erste Teilnahme an Fellbacher Stadtmeisterschaften. Schon öfter hat die vielseitige Sportlerin dagegen an den Geislinger Stadtmeisterschaften teilgenommen und gewonnen, einst fuhr sie auch bei internationalen Wettbewerben mit.

Mit diesen Voraussetzungen war Silvia Puder, die einen Freund in Fellbach hat, am Samstag nicht zu bezwingen und wurde gleich zweifache Stadtmeisterin. Weder auf dem Snowboard noch auf den Skiern war eine andere Frau schneller. Mit ihrer Zeit auf den Skiern (1:12,28 Minuten) konnten in Jungholz selbst nur die wenigsten Männer mithalten. In den Finalläufen um die Stadtmeisterschaft verwies Silvia Puder Judith Scheel und die Vorjahressiegerin Ute Singer auf die Plätze.

Michael Schick siegt bei den Männern

Auch bei den Männern konnte der Titelverteidiger nicht noch mal gewinnen. Stefan Scheel schied bereits in den Vorläufen aus und musste den Wanderpokal schließlich an Michael Schick weiterreichen. Der Skilehrer des TV Oeffingen ist damit bereits zum dritten Mal Fellbacher Stadtmeister geworden und blieb am Samstag den Auftritten vergangener Jahre treu: Mal holt sich Michael Schick den Titel (2008 und 2010), mal muss er sich anderen Teilnehmern (2009 Jens Kaufmann, 2011 Stefan Scheel) geschlagen geben. Für 2013 sollte sich Michael Schick also, wenn es nach dem Trend geht, nicht allzu viel ausrechnen.

Neuer Stadtmeister bei den Telemark-Skifahrern ist Marcus Bürkle. Der 39-Jährige schnappte sich den Titel, den im Vorjahr der Schmidener Skischulleiter Rainer Rückle gewonnen hatte (siehe auch Schneegestöber links), und verwies die übrigen beiden Telemark-Teilnehmer Martin Pfeiffer und Dirk Wente auf die Plätze.

Die Jüngsten werden von den Vätern begleitet

Bei den Snowboardern siegte am Samstag Leo Schneider und wurde damit Stadtmeister, weil er die beiden Läufer etwa vier Sekunden schneller absolvierte als sein Vater Bernd Schneider. Insgesamt waren in Jungholz nur elf Teilnehmer auf dem Snowboard unterwegs.

Der wesentliche Teil der Wintersportler stand damit wieder auf Skiern auf der Piste und bietet damit auch die entsprechende Basis für viele weitere Stadtmeisterschaften. Die jüngsten Starter waren in Jungholz die vierjährige Frida Schiller sowie die fünfjährigen Maya Singer und Anton Pudlatz, die auf der Rennpiste teilweise von ihren vorausfahrenden Vätern (Jörg Schiller und Marc Pudlatz) begleitet wurden.

Mit der Spielkonsole im Bus

Andere talentierte Nachwuchs-Wintersportler haben sich schon auf der Busfahrt nach Jungholz mit ganz eigenen Methoden auf die Stadtmeisterschaften vorbereitet. Vincent und Clemens Scheel sowie Emil Fegg und Finn Klein machten es sich nach dem traditionellen Halt an der Autobahnraststätte Illertal in der letzten Busreihe bequem und forderten sich mit ihren tragbaren Konsolen gegeneinander im Snowboard-Cross und anderen Sportarten. Später fuhren die vier Jungs gemeinsam in der Klasse der Schüler 2 mit und landeten letztlich alle unter den besten fünf. Den Sieg sicherte sich Vincent Scheel.

Nicht zu bremsen war am Samstag auch Carlotta Scheel, die bei den Schülerinnen 3 in beiden Läufen unter 40 Sekunden blieb und diverse Teilnehmer (egal ob Erwachsene, Kinder oder Jugendliche) hinter sich ließ. Eine zukünftige Nachfolgerin von Silvia Puder dürfte damit schon gefunden sein.