Auch nach der Entscheidung bezüglich des Waldschlössles sind Fragen offen. Foto: eha

Der Kirchengemeinderat beschließt konkrete Verkaufsverhandlungen über die Höhengaststätte des Waldschlössles mit einem ortsansässigen Restaurant-Betreiber.

Fellbach - Die Entscheidung ist gefallen: Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Fellbach wird in Sachen Waldschlössle konkrete Verkaufsverhandlungen mit einem „renommierten Fellbacher Gastronomen“ aufnehmen. Dies teilte der Laienvorsitzende Michael Steck mit. Die Mehrheit im Kirchengemeinderat war in der Sitzung am Dienstag der Meinung, dass der ortsansässige Gastronom „das ökonomisch tragfähigste Konzept vorgelegt hat“, sagt Steck. Von großer Bedeutung sei dabei auch das klare Bekenntnis der Interessenten, selbst „Waldheim-Eltern“, zur Waldheimarbeit der evangelischen Kirchengemeinde und „ihre Bereitschaft, diese Arbeit auch als neuer Eigentümer der Immobilie zu unterstützen“.

Der Verkauf bedarf noch der Genehmigung des Oberkirchenrats

Das dafür Notwendige rechtlich klar zu regeln, sei aus Sicht der Kirchengemeinde Voraussetzung für einen Vertragsabschluss, erklärte Michael Steck. Ein Verkauf bedarf außerdem noch der Genehmigung des evangelischen Oberkirchenrats in Stuttgart. In den Verhandlungen wird es deshalb nicht nur um den Kaufpreis gehen, sondern auch um die rechtliche Absicherung des sommerlichen Ferienwaldheim-Betriebs.

Leicht sei dem Gremium die Entscheidung gegen das Alternativangebot des AK Waldheims nicht gefallen, sagt der Laienvorsitzende. „Allen Mitgliedern des Kirchengemeinderats war in der Diskussion sehr wohl bewusst, wie kontrovers das Thema in der Stadt debattiert wird.“ Eingehend und kontrovers sei deshalb auch die Debatte im Gesamtkirchengemeinderat ausgefallen. Dass der Arbeitskreis (AK) Waldheim in so kurzer Zeit ein ambitioniertes Alternativangebot vorgelegt habe, zeuge von tiefer Verbundenheit mit der Waldheimarbeit, sagt Steck. Das hohe Engagement und der große ehrenamtliche Einsatz sei von allen gelobt worden. „Es ist der tiefe Wunsch der Kirchengemeinde, dass dieses Engagement im Sinne der Kinder erhalten bleibt.“ Der hohe Sachverstand der langjährigen Mitarbeiter sei unverzichtbar, um die Arbeit auch in ihrer praktischen Umsetzung gut abzusichern. „Auf ihre Expertise hofft die Gemeinde auch nach der Entscheidung für den Eintritt in Verkaufsverhandlungen.“

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